Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1861
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 261)
- Language
- German
- Belongs to
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243 laß uns das Band einer unzertrennlichen Freundschaft knüpfen, und sie durch alle Art Dienstleistungen und Gefälligkeiten befestigen. Was meine schwachen Gaben leisten können, erachte nur als Dir gehörig. Von den großen Talenten Deines Geistes aber, erlaube, daß ich einen Theil, wenn es ohne Deinen Schaden geschehen kann, mir aneigne. Wir haben zu Rhynsberg über Gottheit gesprochen, über Ausdehnung, unendliche Denkkraft u. f. w. London Aug. 1661. II. (2.) Antwort Spinozas. Wie angenehm mir Deine Freundschaft sei, kannst Du selbst beurtheilen, wenn Du nur von Deiner Humanität erlangen kannst, auf die Tugenden, die Du in Fülle besitzest, selbst zurückzuschauen, und obgleich ich mir, so lang ich über dieselben nachdenke, nicht wenig übermüthig zu sein scheine, daß ich eine solche Freundschaft mit Dir einzugehen wage, vorzüglich da ich meine, daß Freunden Alles, besonders Geistiges, gemeinsam sein muß: dennoch muß dies mehr Deiner Humanität und Deinem Wohlwollen zugeschrieben werden, als mir. In der Höhe derselben wolltest Du Dich herablassen und mit der Fülle derselben mich bereichern, so daß ich nicht fürchte, das enge Verhältniß, welches Du mir anhaltend versprichst und von mir gegenseitig zu fordern würdigtest, anzuknüpfen, und mich eifrig bemühen werde, dasselbe zu erhalten. Was die Talente meines Geistes betrifft, so möchte ich, wenn ich wirklich solche besitze, Dir gern erlauben, sie Dir anzueignen, obgleich ich wohl weiß, daß dies nicht ohne großen Schaden für mich geschehen kann. Aber damit ich nicht gerade das, was Du mit dem Rechte der Freundschaft von mir verlangst. Dir abschlagen zu wollen scheine, so will ich jetzt, was ich über das von uns Besprochene meine, zu erklären suchen u. s. w. 16*