Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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» vock Stanbpunve Mir Zeit. ^7 beschämend und weit hinter sich lassend' gar manche Gesetzgebung späterer und neuester Zeit; finden wir, sage ich, in dieser heiligen Thora wieder so Manche Gesetze, die auf Trennung abzielen, Absonderung bewirken, eine Scheidewand zwischen Menschen und Menschen aufrichten: so müssen wir wieder diese Gesetze vom Standpunkte ihrer Zeit beuriheilen; ihre Notwendigkeit wird uns, um Israel, in der Mitte so vieler heidnischen Greuel, als eine sittlichrekne Gemeinschaft zu bewahren, klar einleuchten; unsere Ehrfurcht vor der Bibel wird dadurch, wenn gleich unser Streben auf Annäherung und innigere Verbindung mit den Menschen hinzielt, nicht verringert werden; wir werden uns an den Geist halten, nicht an den Buchstaben; und wie in der Natur der Geist Gottes überall derselbe ist - NOPN NNK — wenn gleich die Formen wechseln — IS^WI llS^NN 012^2 — so werden wir auch in der Religion den ewigen Gottesgeist ehrfurchtsvoll Verehren, wenn gleich die Form, die allerdings nothwendige, mit den Zeiten wechseltr^Jener Geist aber der mosaischen Gesetzgebung ist begabt mit einer unzerstörbaren Schöpfungskraft; und so wie derselbe, als die Umstände dazu antrieben, das Riesenwerk des Talmuds zu Tage förderte, worin jedes Blatt ein Zeuge ist der Neu- und Umgestaltung der religiösen Zustände in derd a. maligen Zeit, ebenso neu- und umgestaltend wird der Geist unserer heiligen Religion in unseren Tagen sich bewähren, um nach den Anforderungen unserer Zeit sich die entsprechende Form zn schaffen, damit auch unser Leben wieder zu einem religionszesetzlichen werde. Denn dahin muß es auch bei uns wieder kommen, Israeliten, daß wir unseren Kindern einen festen Boden in der Religion bieten können, daß auf diesem unser eigenes gottesdienstliches und häuslichrelkgiöses Leben neu sich aufbaue, daß das Unsichere, daß die verderbliche Willkühr aufhöre; daß es auch bei uns wieder heiße: Das sind die Rechte, ÄTWS*? welche du ihnen vorlegen sollst! So tretet denn heran, dieses große Werk mitzufördern, Alle, denen der heilige Gottesfunke der Religion noch im Herzen glimmt! Oeffnet euer Herz dem belebenden Hauche des göttlichen s