Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 . Das mosaische Gesetz Geringsten im Volke, und ein schöner Bibelspruch, zur rechten Zeit in'S. Gemüth gerufen, bat die Kraft/den Menschen vom Dösen abzuhalten, auf die Wege der Glückseligkeit zurückzubringen: -N^^VS^^ Ja, keine Uebelthat begehen sie, .12^ Indem sie wandeln auf seinen Wegen! Also erzählen unsere Weisen (^alkut Lxoä. 306): »Zwei Eseltreiber, die einander bitterfeind waren, begegneten sich auf der Straße. Da stürzte dus Thier des Einen unter seiner Last zusammen, der Andere zog schadenfroh vorüber. Als er aber eine Strecke Weges gegangen war, da blieb er stehen und sagte zu sich selbst: „wie? steht nicht in der Thora geschrieben: wenn du den Esel deines Feindes unter seiner Last darnieder liegen stehest, und ^u es unterlassen wolltest, ihm zu helfen, so eile, eile, ihm beizustehen?" Sogleich kehrte er um und half dem Thiere des Feindes auf. Da sprach dieser in seinem Herzen: „wie? dieser Mann ist so freundlich gegen mich, und ich hielt ihn für meinen Feind?" Darauf kehrten die Beiden in der nächsten Herberge ein, aßen und tranken miteinander und wurden die besten Freunde. VI^V VN^? 0^''v Wer war der Friedensstifter zwischen ihnen? N"N7N TN 12'2NN "V Der Umstand, daß sie dieses in der Thora beherzigt hatten! '17! VNVD Das meint der heilige Sänger, wenn er sagt: Du hast der Billigkeit eine Grundlage gegeben, Recht und Gerechtigkeit in Jakob hastdu gestiftet." (Ps.99,4.) Und so sagen auch unsere Weisen: '",2 NNQN NN?N2 r^*? die Gebote sind lediglich gegeben worden, um die Menschen dadurch zu verbinden. Finden wir nun in der heil. Schrift, deren Gesetze doch von einer Liebe eingegeben sind, die selbst in jener alten Zeit Niemanden ausschloß, die sich auch auf den Fremdling erstreckte, von dem es so schon heißt: "VN Ndt onZN' ONdN; »ihr kennt ja das Gemüth des Fremdlings, denn Fremdlinge wäret Hr selbst im Lande Aegyytcn" (2. M. 23, 9); die sich auch auf den Sklaven erstreckte, welchen sie gegen Herrscherrohheit und Willkiihr vielfach und sorgfältig in Schutz nimmt,