Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Das mosaische Gefetz Gebete/geistig, oHne Opfer, ein bedeutender Fortschritt; jenes Zug estandn iß liegt weit hinter uns, kann n i e mehr gemacht werden, df"n es hätte ja von vornherein gar nicht stattgefunden, wenn das Volk, auf seiner damaligen Stufe, dessen nicht bedurste; daß aber Gott der Opfer nicht bedürfe, darüber haben Propheten und Psalmisten sich sattsam ausgesprochen. Und nun bitte ich Euch, m. Z., den großen Widerspruch zu erwägen, in »velchen unsere Brüder, welche der hergebrachten Gottesdienstweise folgen, mit sich selbst gerathen! Gleich uns beten sie um das Herannahen jener glorreichen Zeit.welche die Menschheit auf ihrem heiligsten Gebiete von allem Wahn wird befreiet sehen, wo der Ewige einzig und sein Name einzig sein wird, und in jene soweit vorgeschrittene Zukunft tragen sie mühsam die Krücken einer längst überwundenen Vergangenheit! und sie beten als um die höchste Vergünstigung, wieder Farren und Böcke dem Höchsten schlachten zu dürfen! *) — Ich frage Euch nun wieder, ist es nicht weit ruhmwürdigcr für unsere heilige Thora, daS Opfergesetz vom Standpunkte seiner Zeit zu beurtheilen, und es darnach zu würdigen, als ihm eine ewige Dauer zuzuerkennen, ihm aber für den Dienst des höchsten. Wesens, nach unserer Gefühlsweise, die hohe Würde abzusprechen? — Es ist also keinem Zweifel mehr unterworfen, gar Vieles in unserer heiligen Thora muß und will vom Standpunkte seiner Zeit beurtheilt werden. Deßhalb heißt es anch am Anfang unseres heutigen Thora-Abschnittes: „Das sind die Rechte, welche du ihnen vorlegen sollst!" <ON'2S^? > Entsprechen sie ihrem jetzigen' Standpunkte, dann sind sie trefflich, dann werden sie sich bildend, erziehend, vervollkommnend bewähren. Denn nicht Engeln ward die Thora gegeben (MVN nicht reinen Geistern, die sich gleich bleiben, sondern Menschen ward sie gegeben, die veränderlich sind; die, wie sie für ihren Körper in verschiedenen Ländern verschiedener Kleidung bedürfen, wenn auch das Innere des Bgü hierzu Nr. S dieses HesteS.