Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Da» mosaische Gefetz und Derehnmg in Anspruch, wenn wir um vierthalStaufend Jahre zurückgehen! Ich ftage aber unsere Brüder, welche der alten Richtung folgen, sie sollen sich einmal in Gedanken in die Lage versetzen, daß sie heute nach Palästina kämen, dort alle mosaischen Gebote üben wollten, lassend was verboten, und übende was erlaubt ist, und es würde ein Jsraelite einen anderen Israeliten auch nur auf sechs Jahre zur Knechtschaft um schnödes Geld erkaufen, oder ein Vater würde seine väterliche Gewalt so mißbrauchen, daß er seine leibliche Tochter zur Knechtschaft um schnödes Geld verkaufte/) würden sie davor nicht zurückschrecken? würden sie nicht fühlen, wie weit sie in der Gesittung gegen jene Zeit fortgeschritten seien? Müßten sie kicht eingestehen, daß, wenn Gott jetzt die Thora geben würde, er gewiß das Verkaufen eines Menschen gänzlich, unter jeder Form und Bedingung, verbieten würde? — Darum dann erst, wenn die mosaischen Gesetze vom Standpunkte ihrer Zeit beunheilt werden, dann erst werden sie für uns eine Quelle der herrlichsten Gedanken; dann werden wir durch sie weifer werden, wann wir uns den Geist aneignen, von welchem sie durchdrungen sind, den Geist der Gerechtigkeit und Güte, welcher die Söhne Abrahams zu einer liebevollen und barmherzigen Gemeinde zu erziehen bestimmt war (vgl. KlaimomäeZ „über die Sklaven," am Ende 9, 8.) Und in Folge solcher Beurtheilung werden dann die mosaischen Vorschriften auch unsere Gefühle bereichern, veredeln; wir werden durch sie Indem sie wandeln auf seinen Wegen." Das ist das Dritte, was der heilige Sänger für die göttliche Lehre geltend macht. Und es ist das Dritte, Letzte und Wichtigste, was auch wir zu erwähnen haben. Die Religion s . Lxoä. 21, s. 7. M. drittens besser werden. „Ja, keine Uebelthat begehen sie,