Mannheim
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188719001913
  1. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 14

    …sequent, nur mit seltenen, auf Kosten des Setzers kömmenden Abweichungen in allen auf uns gekommenen Druckschriften als William Shakespeare oder Shake-speare" 45 erscheine. Der Verfasser dieser Schrift übersieht dabei vollständig, dass seine Darlegung auf dem…

  2. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 15

    dieser „literarischen Krankheit" doch wohl nicht erleben werden. Denn aus eben den Kreisen, an die sich letzterer vorzugsweise gewendet hatte, sollte der Bacon- Theorie — fünf Jahre nach den genannten Gegenschriften — ein neuer, nach seiner…

  3. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 16

    seines Buches die Einteilung der Poesie durch Bacon in erzählende, dramatische und parabolische dahin auslegt, dass Bacon, „nothwendig als die höchste Gattung aller Poesie diejenige anerkennen müsse, die beides, parabolisch und dramatisch z…

  4. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 17

    Poesie"; ferner „Die baconische P oetik .verneint die lyris che Poesie; sie ist unvermögend, dieselbe zu erklären. Damit übersieht sie nicht blos eine ganze Welt der Poesie/ die existiert, gleichviel mit welchem Namen man sie bezeichnet, so…

  5. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 18

    — 18 — ist: sie werden vor der Macht der Thatsachen die Waffen strecken müssen. Schlagen wir daher bei der Würdigung der sogen. Bacon-Theorie, die notwendig zu einer Abwehr derselben fuhren muss, einen von dem bisher allgemein beliebten abw…

  6. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 19

    …n aufzufinden gewesen, soll widerlegt sein durch die Behauptung, dass alle in das Geheimnis Eingeweihten (wie vor allem Ben Jonson, der Freund Shakespeares) von Bacon abhängig gewesen seien. Das aber widerspricht — auch wenn man diesem Argument an si…

  7. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 20

    — 20 — heimische Verfasser der Shakespeare-Dramen sich eine ganze Reihe der allergewöhnlichsten geographischen, geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Schnitzer bzw. Anachronismen zu schulden kommen lässt, die uns bei einem seif-meide vt…

  8. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 21

    — 21 — können, der vermag allerdings auch den Versuch zu machen, die Grundfesten aller Forschung zu erschüttern und die Schöpfungen eines halben Jahrhunderts, das vom Sturm und Drang einer sich zum Lichte emporringenden Litteratur erfüllt, …

  9. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 22

    aufgenommen wurden (s. Anm. 57) zu einer Zeit, da das Volk und bisweilen auch die über die Vorurteile ihres Standes erhabenen Vornehmen schon dem Genüsse echt dramatischer Kunst sich hingeben durften im Globe, im Blackfriars-Theatre u. a., …

  10. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 23

    —■ 23 — halten, einen hochstehenden Staatsmann, der wenige Jahre vor seinem Tode der Bestechlichkeit im Amte überführt, sämtlicher Ehren und Würden verlustig ging und nur der Gnade seines ihm zu Dank verpflichteten Fürsten den Erlass der üb…

  11. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 24

    e. Zurückweisung Baeons auf Grund seines Stils. In allen Fällen, wo es sich uni den wissenschaftlichen Nachweis der Ansprüche eines Autors auf ihm nicht mit Sicherheit zuzuschreibende Werke handelt, ist es die erste Pflicht der Forschung, U…

  12. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 25

    — 25 — ' w a h r e Shakespeare nicht Bacon geheissen habe", zunächst als „Aufgabe litterarhistorischer und biographischer Erwägungen'* bezeichnet hat, weist er das Recht und die Aufgabe, das entscheidende Wort, das a}le weiteren Untersuchun…

  13. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 26

    der vorstehenden Ausführungen, insofern er nachweist, dass die mehrfach unternommene Gegenüberstellung von Bildern Bacons mit denjenigen Shakespeares einen: grösseren Unterschied zwischen diesen beiden Autoren erkennen lässt, als zwischen B…

  14. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 27

    2. Begründung des Anspruchs Shakespeares auf seine Werke durch die Überlieferung und die zeitgenössischen Zeugnisse. Nachdem wir nunmehr gegenüber den von den Baconianern für ihren unfreiwilligen Helden ins Feld geführten Scheingründen den …

  15. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 28

    nen Eideshelfern begegnen. Sie bekräftigen in unzweifelhafter Weise, dass der in dem Landstädtchen Stratford-upon-Avon, dem damals zweitgrössten Orte der Grafschaft Warwick, geborene älteste Sohri des angesehenen, wenn auch zeitweise in b…

  16. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 29

    …at am entschiedensten unter den Shakespeare - Interpreten unsrer Tage E. W. Sie vers agest 1894) in der Vorrede seines „William Shakespeare, sein . Leben und sein Dichten." (1. Band. Gotha 1866) ausgesprochen. Er bezeichnet darin sein Unternehmen als den Vers…

  17. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 30

    Theorie zu sein, die er als solche unbedingt verwerfe. „Aber", fährt er dann fort, „allerdings glaube ich an das Vorhandensein einer Shakespeare-Frage, d. h. ich glaube, dass der geschichtliche Shakespeare nicht in dem unbedingten Sinne des…

  18. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 31

    Alle im Vorstehenden dargelegten Angriffe gegen die Persönlichkeit des grössten dramatischen Genies aller Zeiten hat einer unsrer führenden Geister, Herder, bereits vor mehr als einem Jahrhundert — in jenem glücklichen Zeitalter, das keine …

  19. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 32

    …S. Anm. 1. — Vgl. a. Fischers Ausführungen in „Shakespeare und die Bacon-Mythen." Heidelberg 1895. S. 19. 7 Karl Elze: „William Shakespeare." Halle 1876. ~ B ernhard ten Brink: „Shakspere." Fünf Vorlesungen aus seinem Nachlass Strassburg 1873. — Alois B rändl…

  20. 1896-01-01 · 1896 · p. Seite 33

    …hre Resultate zu prüfen." 11 Anzeiger Bd. VII. - S. ä. Anm. 21 dieser Schrift; ferner Sh. Jahrb. Bd. 19. S. 287-298. 12 Eduard Engel: „Hat Francis Bacon die Dramen Shakespeares geschrieben? Ein Beitrag zur Geschichte der geistigen Verirrungen." 2. Aufl…