Mannheim
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19161920
  1. 1917-01-25 · Heft 8 (25.1.1917) · p. Seite 232 · Soziologische Tagebuchblätter

    232 ihrem eigenen Nationalstaat angegliedert werden müssen. Und wir wissen schließlich, daß nicht jedes nationale Splitterchen die für ein eigenes Staatswesen nun einmal unentbehrliche Größe und Wirtschaftskraft besitzt, Wer uns das heute n…

  2. 1917-01-25 · Heft 8 (25.1.1917) · p. Seite 233 · Soziologische Tagebuchblätter

    233 schädigt sich selbst, indem er sich die eigenen Bürger entfremdet und verfeindet. Warum gibt es wohl in Malta keine Irredenta, obwohl Italien so nahe und England so weit entfernt ist? Warum ist wohl der Gedanke so lächerlich, daß die It…

  3. 1917-01-25 · Heft 8 (25.1.1917) · p. Seite 234 · Polen : Stadtverordnetenversammlung [Nachricht]

    234 Juden und Polen keineswegs nur durch die russische Politik herbeigeführt. Der beste Beweis dafür ist das Verhältnis zwischen Juden und Polen in Galizien, wo doch wohl die russische Politik schwerlich Einfluß auf die Beziehungen beider N…

  4. 1917-01-25 · Heft 8 (25.1.1917) · p. Seite 235 · Polen : Nach den Wahlen im österreichischen Okkupationsgebiet [Nachricht]

    235 Wunsch hegten, einen gemeinsamen Wahlblock mit den Polen m bilden, zogen es die jüdischen Wähler in Kielce gleich vom ersten Augenblicke an vor, völlig, selbständig vorzugehen. Das allgemeine E r g e b - n i s kommt in den folgenden Zah…

  5. 1917-01-25 · Heft 8 (25.1.1917) · p. Seite 236 · Zur Siedlungsfrage in der Türkei [Rezension]

    … nach dem Kriege vielleicht gezwungen sein werden, sich eine neue Heimat zu suchen. Robert W. Horn, Frankfurt a. M. Dr. Alfons Paquet:. „Die jüdischen Kolonien in Palästina44*) Die kleine Arbeit ist die Wieder-, gäbe eines öffentlichen Vortrags, den der…

  6. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. [Seite] · Judentum und Judenheit

    …litik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Erscheint zweimal im Mono! unter Mitwirkung von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann Cohen / Alexander Eliasberg Dr. Adolf Friedemann / Geh. Justizrai Dr. Eugen Fuchs Dr. Franz Oppenheimer lunmiimimiiiiiiiimiii…

  7. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 238 · Judentum und Judenheit

    238 Sehnen der Einzelwesen übereinstimmend sein. Und unter dem Einfluß der geistigen Strömungen der Zeit werden diese Wünsche in einer charakteristischen Form zum Ausdruck kommen. So ist unter dem Druck des harten Judenloses bei den einzeln…

  8. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 239 · Judentum und Judenheit

    239 leicht, Schmach und Not zu tragen. Eine Judenheitsfrage wurde in der großen Masse nicht empfunden. Bäumte sich in manchen Seelen das Bewußtsein des Rechts auf individuelle Lebensharmonie gegen die überragende Macht der Leid schaffenden …

  9. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 240 · Judentum und Judenheit

    240 nicht genügen. Denn wenn auch das Judentum Glaube und Idee ist, so besitzt es doch eine konkrete Gestalt, die einer Organisation^ einer Gemeinde. Was der Mensch tinter seinen Mitmenschen, ist sie unter anderen auf gleicher oder ähnliche…

  10. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 241 · Judentum und Judenheit

    241 Kultur des Ganzen. Beide Dinge sind lediglich theoretische Voraussetzung;. Praktische Bedeutung erhält sie erst durch zwei subjektive Momente, durch Achtung auf der Seite der Mehrheit, durch Festigkeit und innere Sicherheit bei dem Teil…

  11. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 242 · Judentum und Judenheit

    242 eine sehr beklagenswerte. Die Universität besinnt sich nur dann auf ihre Bedeutung* als universitas litterarum, wenn es sich um peruanische und hindostanische oder eine sonstige einflußlose, exotische Kultur handelt Für die Wissenschaft…

  12. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 243 · Judentum und Judenheit

    243 Daß es anders wird, ist nun so lange fraglich, wie wir nicht zwischen Politik und Weltanschauung scheiden gelernt haben. Keineswegs soll damit einem Unterschiede in der ethischen Grundlage beider Begriffe das Wort geredet werden. Es han…

  13. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 244 · Judentum und Judenheit

    244 verband", eine Einigung* auf dn Mindestprogramm ist eine unerläßliche Vorbedingung, wenn sich auf Grund klar formulierter Forderungen die Gleichberichtigung für das Judentum erringen - lassen soll. Die Einbuße an „unentwegter" Prinzipie…

  14. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 245 · Politisierung des deutschen Judentums

    245 möglich wäre, die Dinge weniger auf die Spitze zu treiben. Die verschiedenen religiösen Richtungen müssen daher getrennt nebeneinander hergehen; aber das würde doch in wesentlich friedlicherer Weise geschehen, wenn nicht so häufig die N…

  15. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 246 · Politisierung des deutschen Judentums

    246delt, wenn Angriffe auf ^die Gesamtheit abzuwehren sind. Im übrigen sind die deutschen Juden weder eingeschworene Gefolgsleute der Fortschrittspartei, noch der Sozialdemokraten oder - irgendeiner anderen Gruppe. Sie haben als Reichs- ode…

  16. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 247 · Politisierung des deutschen Judentums

    247 atenfalls Übertreibung des jüdischen Empfindens nachsagen konnte. Und das alles aus der eben geschilderten inneren Unsicherheit heraus, aus dem Gefühl, daß man nicht nur ein guter Bürger sein, sondern diese selbstverständliche Tatsache …

  17. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 248 · Politisierung des deutschen Judentums

    248 gehörig fühlen, an allen deutschen Interessen mit dem Herzen teilnehmen und doch eine große politische Volkshilfe auf nationaler Grundlage und ein jüdisches Palästina mit größtem Nachdruck anstreben kann. Man kann durchaus in einer Kult…

  18. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 249 · Politisierung des deutschen Judentums

    …ig erscheinen uns „große" Kämpfe oft schon nach wenigen Jahren! Und wie winzig werden sie in der Geschichte erscheinen! Theodor Fontane, der wahrlich kein Antisemit war, schrieb einmal: „Die Juden sind und bleiben politisch unverständlich; sonst so prakti…

  19. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 250 · Die Lodzer Stadtratwahlen und ihre Bedeutung für das polnische Judentum

    250 fortgeschrittenen Arbeiterbevölkerung zum Ausdruck. Dazu isb Lodz, eine Stadt der Polen, Juden und Deutschen. Über den nationalen Charakter der Stadt Lodz herrscht Streit in den verschiedenen Lagern. Die Polen möchten Lodz an und für si…

  20. 1917-02-10 · Heft 9 (10.2.1917) · p. Seite 251 · Die Lodzer Stadtratwahlen und ihre Bedeutung für das polnische Judentum

    251 Polen, Deutsche und Juden wollten nach Warschauer Vorbild auch in Lodz ohne Wahlkampf ihr Stadtparlament in den "ersten fünf Kurien zustandebringen. Die Verhandlungen zogen sich bis zum letzten Tage hin. Die Deutschen, denen man nur dre…