Mannheim
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  1. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 7

    43 durch Wucher, Lüge und Betrug, durch Mißbrauch des Namens Gottes, durch Zorn und Scheltworte ihr Herz und ihre Zunge täglich zu verunreinigen; und daß sie in dem Wahne befangen sind, als könnten sie durch ihre gottesdienstlichen Verricht…

  2. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 8

    44 Doch wen» ich auch dieses Alles zugestehe, was ich noch vor einem Jahre in der Weise nicht gekonnt hätte, so sind weder die reforwatorischen Lehrer »och ihre Schüler gerechtfertigt; es wird ihnen nur die Gerechtigkeit, daß die Ucbel, wor…

  3. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 9

    45 Erzählungen und Lehren der Schrift im Sinne der falschen Aufklärung behandelt werden. Was kann es denn für den religiösen Sinn helfen, daß auch die Mädchen daran Theil nehmen, werden diese nicht dadurch eher irre geführt als zu Gott gele…

  4. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 10

    46 täuscht wirst. Jene Leute nämlich, welche Dir sagen, daß sie die Erleuchteten unter den Christen seien, sind von derselbigen falschen Austlärung ergriffen, als unsere Reformer; oder vielmehr diese haben ihre Weisheit erst aus der Rüstkam…

  5. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 11

    47 Gin Wort an Herrn Nr. Philippsohn. Der jüdische Lehrer in Odenkirchen, Herr Ems, berichtet an Herrn Dr. Philippsohn, wie der „Missionär Pastor Kalthoff" in einer Bibelstunde öffentlich ausgesprochen, „daß die Zuden seit mehr als andertha…

  6. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 12

    48 Ob sich die Sache gerade so verhält, wie sie von Herrn Ems berichtet wird; ob diejenigen, welche den Juden Schmach zufügcn, recht oder unrecht thun; ob die Christen einen oder mehrere Götter anbeten; ob Herr Pastor K. seine Mühen um sein…

  7. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 13

    49 Bekenntnis eines Proselyten. Nachstehendes Schreiben ist uns zugesandt worden mit der Bitte, cS in unsere Dibre Emeth aufzunchmen. Wirthun das mit Freuden, weil sich darin nicht nur ein wahrhaft gläubiger Sinn, sondern auch eine recht in…

  8. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 14

    50 ttitv im Christenthume enthalten ist. Es ist daher eine heilige -Pflicht für Juden, sich dem. Christenthume zuzuwenden, und das heißt nicht seine Religion verlassen, sondern sie erfassen. Deßwegen, und weil ich schon im sechsten Jahrzehn…

  9. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 15

    51 werch ist. Wir wissen, wer es gethan, aber noch nicht warum er cs gethan hat; ohne Zweifel wird es sich bald aufklären; gegenwärtig ist alles uns geheimnißvoll. Ich kann nur zu einer kurzen Mittheilung dieses ttaurigen Ereignisses Zeit g…

  10. 1846-03-01 · Heft 3 (März 1846) · page 16

    aus ihrem gesunden Schlafe geweckt; sie machte sogleich Licht und sah, daß der Bischof bewegungslos dalag. Das Uebrige wissen Sie von dem Obigen. Es war eine herzzerreißende Scene, in. einem Zelte in der wilden Sandwüste, ohne ärztliche Hül…

  11. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 1

    Wibre Gmeth o der Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels herausgegeben von I. C. Hartman«. JV2 4» April 1846. 2. Jahrgang. Der Knecht Gottes. Das Reich Gottes im alten Bunde mit seiner sichtbaren Gottesnahe auf dem Gnadenstu…

  12. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 2

    ' 54 Beruf in der göttlichen Erleuchtung aufgehcn ließ, die fie befähigte, die Zukunft wahrzunehnicn. Weissagungen gehören aber wcstntlich zum Beruf des Propheten; hatte doch Moses schon in jenem Freibriefe, der dem Prvphetenthume seinen re…

  13. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 3

    55 sehr späten Ursprung beimaß. Beides ist durchaus einseitig: Gegenstand der messianischcn Weissagung ist das verherrlichte, neue Gottesreich, das Haupt sowohl wie die Glieder. Daher wechseln allgemeine Schilderungen der Zukunft mit solche…

  14. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 4

    56 wir als allgemein zuzrflanden und für jeden aufmerksamen Leser leicht ersichtlich annrhmen, und es kommt nur darauf an, die Frage drs Kämmrrers aus dem Mohrenlande zu beantworten: „Von wem redet der Prophet solches? Von sich selbst oder …

  15. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 5

    67 Antheil der Knechte des Herrn" 63, 17, 65, 8, 9 u. s. w. vgl. Pf. 19, 12. 14. 86, 2. 135, 1 u. a. m.), so hat er doch den Nebenbegriff der Würde bekommen und deutet in speziellerem Sinne auf einen solchen Mann hin, dessen sich Gott zur A…

  16. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 6

    58 Knecht, Jacob, den ich erwählte, Samen Abrahams, meines Freundes" (C. 41, 8. 40, 10. 44, 1. 2 ). „Gedenke daran, Jacob und Israel, daß du mein Knecht bist, — daß ich dich mir bereitet zum. Knechte." (44, 21. 45, 4.) Zu gleicher Zeit höre…

  17. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 7

    59 wegen des Zusammenhangs kein Zweifel über den Sinn obwalten kann. Nun finden sich aber daneben ausführlichere Schilderungen des Knechtes Gottes von einer so besonder«! Beschaffenheit, daß in den neuesten Zeiten die geübtesten Ausleger da…

  18. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 8

    60 aus dem Lande der Lebenden; man bestimmt ihm, dem Schuldlosen, bei Gottlosen sein Grab. Sein Volk hielt ihn für einen von Gott wegen großer Verschuldung Geschlagenen; nun aber wird es offenbar, daß er des Volkes Sünde und Schuld auf sich…

  19. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 9

    61 Aus unserm letzten Schreiben haben Sie ersehen, daß Wir eine kurze Missionsreise nach Persien zu Wachen beabsichtigten. Ich freue mich, Ihnen sagen zu könne»/ daß diese Reise nicht ohne Segen war, und beginne meine Nachricht mit unserm A…

  20. 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 10

    62 und Pistolen bewaffnet, wir wurden jedoch bald von unserer Furcht befreit^ indem wir hörten, daß es bloß Kawaffe (Polizei-Soldaten) seien, welche einen vornehmen Mann nach Chasrabah begleitet hatten. Am 10. verließen wir früh Morgens Had…