Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 3 (März 1846)
- Date
- 1846-03-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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50 ttitv im Christenthume enthalten ist. Es ist daher eine heilige -Pflicht für Juden, sich dem. Christenthume zuzuwenden, und das heißt nicht seine Religion verlassen, sondern sie erfassen. Deßwegen, und weil ich schon im sechsten Jahrzehnt meines Lebens stehe, habe ich es für Sünde erachtet, länger im Zudenlhume zu weilen, und habe ich mich heute durch Annahme der heiligen Taufe zur Wahrheit des Christenthums bekannt, was ich hiermit meinen werthen Verwandten, Freunden und Bekannten anzeige. Zugleich bitte ich die Gesanuurchristenheit, mich als Bruder aufzunehmen, da mich nun das Zudenthum als solchen ausschließt. Auch der Krankenunterstützungsverein hiesiger israelitischer Permissionisten weist mich nun statutenmäßig aus, und ich scheide um so theilnehmender aus seiner Mitte, als mir seit seinem Bestehen die Ehre zu Theil ward, als Mitglied der Direktion zu fungiren. Schließlich sichere ich meinen bisherigen Glaubensgenossen die Fortdauer meiner aufrichtigen Liebe und Treue zu, die in der Religion der Liebe nie geschwächt, nur gehoben werden kann. Hermann Stern. Tod -es Bischofs Alexander. Unfern Lesern ist der Tod des Bischofs von Jerusalem, Michael Salomon Alexander, bereits bekannt. Wir können jedoch nicht umhin, etwas Näheres von einem Augenzeugen darüber mitzutheilen. Der Prediger der anglikanischen Kirche und Kaplan des Bischofs, Herr W. D. Beitch, schreibt in einem Briefe, datirt Cairo den 26. November 1845, folgendes: „Ich habe eine sehr traurige und schmerzliche Pflicht zu erfüllen. Zch schreibe im Namen der Frau Bischöfin Alexander und meine traurige Nachricht ist die, daß der Bischof nicht mehr ist. Cs gefiel Gott, ihn auf einem jener außerordentlichen Wege von uns zu nehmen, welche uns so schmerzlich beweisen, wie zerbrechlich das Gefäß ist, in welchem wir dasjenige tragen, was uns lieb und