Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 4 (April 1846)
- Date
- 1846-04-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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67 Antheil der Knechte des Herrn" 63, 17, 65, 8, 9 u. s. w. vgl. Pf. 19, 12. 14. 86, 2. 135, 1 u. a. m.), so hat er doch den Nebenbegriff der Würde bekommen und deutet in speziellerem Sinne auf einen solchen Mann hin, dessen sich Gott zur Ausführung seiner Rathschlüsse bedient. Vgl. Zcrem. 25, 9. So ist Knecht Gottes ein Ehrentitel im A. T.; Moses und Zosua haben ihn zuerst geführt, lmd nach ihnen hat erst David ihn wieder in dem Sinne bekommen (Ps. 18,1.36, 1 nach 2. Sam. 7.) und die Propheten. Amos hatte sie so genannt C. 3, 7: „Nichts thut der Herr, er offenbare denn sein Geheimniß den Propheten, seinen Knechten." Zesaias empfängt C. 20, 3 von Gott diese Ehre: „Wie mein Knecht Zesaias nackt und barfuß gehet, so re." Darauf beruft er sich C. 44, 26, wf es von Gott heißt: Er bestätigt seines Knechtes Wort und vollzieht den Rath seiner Boten: er spricht zu Jerusalem: Sei bewohnt! und zu den Städten Zuda: Seid bebaut! Denn ]tme Erklärung, die im ersten Gliede des Verses unter dem Knechts Gottes alle Propheten verstehen will, wirb folgerecht auch bei Zerusalem an alle Städte Judas denken müssen, was doch ungereimt ist. Darum ist der Knecht Gottes hier kein anderer als der Prophet selbst, der schon öfter sich auf die Erfüllung feiner Weissagungen berufen hat, und der einfache Sinn der Stelle folgender: „So spricht der Herr, und ihr müßt ihni glauben, denn das Wort seines Knechtes, meine früheren Weissagungen, hat er erfüllt und überhaupt den von den Propheten verkündeten Rarhschlufi vollsührt." — Wie aber Zesaias und die Propheten Knechte Gottes genannt werden, so heißt auch das ganze Volk ein Knecht des Herren. Israel war es ja im eigentlichsten Sinne, es hatte einen Auftrag an die Völker der Erde, von den Zuden sollte das Heil kommen. Was die Propheten für das Bundesvolk waren, das sollte das Volk für die ganze Erde sein oder werden — ein Licht der Welt. Man sieht also, daß die Benennung, die sich auch sonst findet, (z. B. Ps. 136, 22; Luc. 1, 54) keine zufällige war. Du Israel, ruft Gott durch den Mund seines Propheten, bist mein