Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 3 (März 1846)
- Date
- 1846-03-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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51 werch ist. Wir wissen, wer es gethan, aber noch nicht warum er cs gethan hat; ohne Zweifel wird es sich bald aufklären; gegenwärtig ist alles uns geheimnißvoll. Ich kann nur zu einer kurzen Mittheilung dieses ttaurigen Ereignisses Zeit gewinnen. Wir, der Bischof, Mrs. Alexander und deren Tochter und ich, reisten durch die Wüste nach Egypten. Am Freitage, den 21., kamen wir bis zu einem Orte, Abu-Suweira genannt. Hier hatten wir zum ersten Male während des Nachts einen heftigen Regen; am folgenden Morgen klagte der Bischof über Unwohlsein, sehr ähnlich demjenigen, von welchem er voriges Frühjahr am Ende seiner Reise von Damaskus nach Beyrut befallen wurde. Während des Tages verließ er sein Pferd und bediente sich der Sänfte auf einem Kameele, in welcher seine Gemahlin reiste; und bei unserer Ankunft des Sonnabend Abends an einem Orte des östlichen Arms des Nils, der Stadt Ras Ovaddi gerade gegenüber, wo wir unser Lager aufschlugen, schien er sich viel wohler zu befinden. Beim Mittagessen in meinem Zelte, war er sehr heiter, so daß es uns allen ausfiel, und wir freudig hofften, daß die Ruhe des nächsten Tages, dem wir mit Vergnügen entgegen sahen, ihn so stärken würde, den Rest der Reise ohne Beschwerden zurückzulegen. Aber es war anders beschlossen; er fand in der Thar Rnhe, aber nicht auf Erden. Unmittelbar nach Tische zog er sich zurück und legte sich bald zu Bette. Kurze Zeit darauf, nachdem ich mich entfernt hatte, wurde ich durch das Schreien der Mrs. Alexander aufgeweckt; ich lief augenblicklich in sein Zelt und sah sogleich, daß Alles vorbei sei. Wir versuchten alles Mögliche; steckten seine Füße in heißes Wasser, suchten seinen Körper durch Reiben zu erwärmen, und ich versuchte ihm zur Ader zu lassen, aber vergebens, indem ich die Ader nicht finden konnte. Er gab kein Zeichen des Lebens mehr von sich; der Tod war in einem Augenblicke erfolgt, dessen Ursache, wie die Sektion ergab, der Bruch der Pulsader am Herzen war. Die Frau Bischöfin Alexander erzählt folgendes: Ungefähr nach einer Stunde, nachdem sie sich zur Ruhe begeben hatte, wurde sie durch ein Geräusch, ähnlich einem unterdrückten Seufzer