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  1. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · page 1

    …, für Nichtmitglied>r zum Preise von Mk. 4,— pro Vierteljahr zu beziehen durch das Verbandsbüro: Adresse Alfred Berger, Breslau 7, Höf chenstraße 61, Postscheckkonto Breslau 17443. Anmeldungen auf Abonnement» nehmen ferner die Vorstände sämtlicher…

  2. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 2

    2 — lieh vielfach — manv darf fast sagen — Mode geworden, das Buch Esther als ein geradezu blutrünstiges, haßerfülltes zu verwerfen. Qb nicht das Urteil Luthers und seine Autorität diese Anschauung stark beeinflußt hat? Aber sie bleibt.trot…

  3. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 3

    wollen und zu können, der Mangel knechtischer, blinder Verehrung des Erfolges und des Erfolgreichen muß den Widerspruch, ja den Haß kleiner Naturen erregen. Der wendet sich dann gegen die Gesamtheit; durchaus mit Unrecht, weil nur ein einze…

  4. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 4

    Die Erziehung, die das Kind durch Beobachtung der Außenwelt sich selbst zuteil werden läßt, besteht vor allem in der Nachahmung. Wie viel liebe Gewohnheiten eignet sich der Mensch im Laufe der Zeit an, die man ihm nur ungern rauben möchte, …

  5. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 5

    — 5 - nach dieser oder jener Richtung hin nachahmen und wiedererstehen lassen möchte. Von Gewohnheiten können und wollen wir nicht loskommen, wenn wir nicht unser Herz aus unserm Busen reißen wollen. Und es wäre falsch,-das gewohnheitsmäßig…

  6. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 6

    Gang auf diesem Wege ist. Ganz besonders in unserer Zeit sind wir ja so überreich an schmerzlichen Erfahrungen, daß für manchen diese Bürde fast zu drückend und schwer ist, als daß sie getragen werden könnte. In solch düsteren Zeiten sucht …

  7. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 7

    widern: Ihr habt Recht, doch wir greifen ja nicht eure Geschichte an, sondern euch selbst, die ihr jetzt seid. Ihr seid bestenfalls die gleichen Menschen wie wir. Ihr habt zürn mindesten dieselben Fehler wie wir ■— ist der eine weniger ausg…

  8. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 8

    läßt sich dadurch jedoch nicht hindern, ohne Kenntnis meiner Anschauung „festzustellen, daß ich mit dem jüdischen Glauben nicht das geringste zu tun habe", ja, er hält es nicht einmal für „nötig", mich auf meine angeblichen „erkenntnistheor…

  9. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 9

    — 9 — Worte. Als Antwort eine Frage: Darf sich ein Mensch — und auch wir Juden sind ja Menschen — nicht einmal ohne jede Voraussetzung mit Gott beschäftigen? Muß man ferner, wenn man von Gott spricht, immer gleich die Gesamtheit dieses Begr…

  10. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 10

    — 10 — „Wahret meine Satzungen und meine Vorschriften, die der Mensch tue, daß er lebe durch sie; ich bin der Herr/' Nicht nur für die Juden also, so lehrt unsere Religion, sondern für die ganze Menschheit sind Gottes Gebote bindend, der be…

  11. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 11

    … Leben sei uns Einheit, unser Judentum sei uns e i n J u d e n t u m der Tat! Aus Bibel und Schrifttum, Der LebensquelL Jeremia 2,13. „Mein Volk hat zweifachen Frevel verübt: mich, den Quell lebendigen Wassers, verlassen sie, um sich Brunnen zu ha…

  12. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 12

    …us aber ist : des Ewigen Lehre wieder zu Ehren zu bringen undsiezuerfüllen. Dr. Egon Guttmann. Schrifttum und Literatur Franz Rosenzweig: „Der Stern der Erlösung", Von Dr. Leo Seligmann, Frankfurt a. M. Wie alles sich zum Ganzen webt, Eins in dem andern wi…

  13. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 13

    …Undi doch ist er in unsern Tagen noch einmal beschritten worden. Es ist ein eigenartiger und einzigartiger Versuch, den Franz Rosenzweig in seinem tiefgründigen Buch „Der Stern der Erlösung" unternimmt: allem bisherigen Mißlingen zum Trotz den verschlungen…

  14. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 14

    — 14 — nie erjagen!" Der Glauben — nicht das Meinen oder Fürmöglichhalten, sondern die feste unerschütterliche Überzeugung von der Tatsächlichkeit dessen, mit dem es die Wissenschaft zu tun hat, — ist für Rosenzweig selbstverständliche, not…

  15. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 15

    — 15 - d. h. im Nichts beginnen, wobei ein Verirren durch die Orientierung an dem klar und sicher gewußten, hell strahlenden Ziel unmöglich gemacht wird. So unternimmt es Rosenzweig, aus dem Nichts — so paradox das klingt — erst jede der dr…

  16. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 16

    - 16 — glänz", an dem wir „das Leben haben'.4, etwas, was uns zu der? tiefsten Tiefen, den Abgründen des Nichts und hinauf zu den höchsten Höhen, den strahlenden Gipfeln dler Wahrheit begleitet : es ist die Sprache, die keine andre ist bei …

  17. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 17

    — 17 — der Dinge" sich verbindet mit dem — irrationalen — Erlebnis des Offenbarungswunders, der „allzeit erneuten Geburt der Seele". — Von hier aus wird es verständlich, wieso Philosophie und Theologie keine Gegner sind, auch nicht — wie He…

  18. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 18

    - 18 - Worte; es sind die ewigen Ideen des Judentums, die zu einem freilich noch nie dagewesenen, genialen System geordnet, sich uns darstellen. So ist das Buch durch und durch jüdisch und bescheiden tritt der Autor hinter seinem Werk zurüc…

  19. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 19

    - 19 — der Erleuchtung strahlt uns „der Stern der Erlösung", Gottes Antlitz, die ewige Wahrheit, die nichts anderes ist als Gottes Liebe, wie sie sich uns offenbart. Verbands- und Vereinsnachrichten. Die Hauptversammlung der Vereinigung für…

  20. 1922-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1922) · p. Seite 20

    — 20 — Was die praktischen Fragen anbetrifft, so wurde zunächst die Einsetzung* einer Kommission für Jugendfragen beschlossen. Dieser wurde auch ein Antrag „als Material überwiesen", in Orten, wo es keine Iiis gibt, auch andere, also neutra…