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- 197 — nung zu findeni, so begreift man, daß nur das unumstößliche „Du sollst!" imstande sein konnte, die hohe ethische Erkenntnis der Führer bei einem ganzen Volke zur Tat werden zu lassen. Das Gesetz als Pfeiler menschlicher Kultur ist d…
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— 198 — Es scheint nun allerdings bei Betrachtung der Tatsachen, daß vielen der Sabbath ohne Bedeutung ist und ihnen kaum etwas geben könnte. Doch das ist ja gerade der Beweis für das Gesagte. Man sah im Sabbath nur eine Reihe von Vorschrif…
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— 199 — ger untätig mit ansehen wollen. Hierzu gehört nicht nur ein großer Teil der jüdisch-liberalen Jugend, sondern auch mancher Führer des modernen Judentums. Wir verstehen den Sabbath als ethische Forderung, und gerade deshalb wollen wi…
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— 200 — Die Thora, Quelle jüdischer Gemeinschaft, Von Ludwig Ries (Iii-Frankfurt a. M.). Ein alter Midrasch erzählt, daß alle Juden aller Zeiten bei der Offenbarung am Sinai gegenwärtig gewesen. Das will sagen, daß wir in unserer Gemeinscha…
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-201 - sich nicht nach seinem Beruf und seinen irdischen Gütern, sondern nach seiner Kenntnis der Thora. Aus ihr heraus entstanden Propheten und Mystiker, Geistesströmungen über ganze Epochen, die ihren tiefgehenden Einfluß wiederum auf die…
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— 202 — kann auch ein bloßes für und wider über leere Begriffe nicht unsere Zwecksatzung sein, sondern eigentliche Vertiefung in die Lehre, um so zu dem zu gelangen, was „ja sagen" bedeutet, vom „Du sollst!" zum „Ich will!" Ethik und Religi…
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— 203 — dienen. Aber nur mit dem idealen Geiste kommen wir den höchsten Begriffen und Gefühlen der Menschen näher. Darum lehne ich es ab, Ethik nur verstandesmäßig zu betrachten, ebenso wie ich es vermeide, daß das Gefühl mit einem durchgeh…
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— 204 — schäftigen. Das leuchtet wohl ein. Wo nur das Gröbste herausgehauen ist aus dem Stein der religiösen Erkenntnis, wo nur der Weg gewiesen ist, um zur echten Frömmigkeit zu gelangen, da muß jeder Mensch selbst den Weg weitergehen, da …
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— 205 — unphilosophischen zu stempeln — im Gegenteil, unser Judentum ist rationalistischer und darum klarer, widerspruchsloser und tiefer als alle anderen Religionen — aber ich wehre mich nur dagegen, der Ethik jedes religiöse Gefühl abzusp…
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— 206 — Wenn durch diese Starrheit keine Bewegung, kein Leben in das Religionsgesetz kommt, dann ist ihm auch eine Unpersönlichkeit eigen. Das scheint bedeutsam überhaupt für den Begriff „Gesetz". Wird wohl einer der Meinung sein, die neue …
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— 207 — dem Sinne Ethik sind, wie er hier gekennzeichnet wurde? Und dabei ist doch die Bibel voll von Ethik! — Gewiß, d i e Speisegesetze gehören zum Religionsges e t z, wie sehr viele andere Bestimmungen aus der Bibel ihm zuzuschreiben sin…
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- 208 - mit Gefühl ihr näher zu komimen! InderVereinlgung von religiösem Gefühl und von religiösem Denken liegt das Heil! Und so zeigt sich, daß es ein Fehltritt war, wenn in unseren Blättern dem Gesetz gehuldigt wurde. Doch ich glaube, daß…
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— 209 — der Schranken des für alle geltenden Gesetzes ordnet und verwaltet. Nach dem Gesetze von 1847 bestand ein weitgehendes Aufsichtsrecht des Staates: das Wahlgeschäft für die Repräsentanten-Versamimlung war durch einen Regierungskommis…
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— 210 — sind aber als veraltet abzulehnen. Der Kultusbeamte ist nicht minderen Rechts gegenüber anderen Gemeindemitgliedern. Im Gegenteil ist seine Mitwirkung bei allen Angelegenheiten, die unmittelbar oder mittelbar den Kultus betreffen, e…
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— 211 — Nach den Erzählungen der Bibel muß man glauben, daß nur in Jerusalem ein rechtmäßiger Tempel bestanden habe und nur dort hätte geopfert werden dürfen. Wir wissen aber, daß bis zur sogenannten Auffindung des Gesetzbuches 622 überall …
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— 212 — Auf unseren Aufruf gingen weiter ein: Aus Breslau: Rechtsanwalt Spitz . .......... 100.— Mk. Adolf Lewin.............. 5°- Emil Waldstein............. 3°*— » Rechtsanwal…
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— 213 - Edith Neufeld............. 5.— Mk. Berta Bär.........•..... 5- *> Martha Wölfl.............• 5-— » Diplom-Ingenieur Blaschke....... . 3-— » Geschwister Abraham.......... 3-— » Martin Sally.............. 3- » Rosa Besser.............…
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— 214 — Spenden fördern zu wollen. — Sämtliche Einzahlungen auf Postscheck-Konto Breslau Nr. 17 443. Alfred B e r g e r. Verbands- und Vereinsnachrichten. Jüdisch-liberaler Jugendverein zu Breslau. An dieser …
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— 215 — der zionistischen Ideen liegen, sondiern nur das religiöse Judentum, äulf liberaler Grundlage erneuert, biete die Möglichkeit, vornehmlich statt einer innerlich wankenden Jugend in sich gefestigte Menschen zu schaffen. Entgegen den …
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…ur; Schriftführerin Hedwig Gadiel, Promenadenstraße. HL Vertrauensleute. Düsseldorf : Ralph Lewin, Graf Adolfstraße 44. Elberfeld : Hans Fischel, Hansastraße 60. Freiburg i. Br.: cand. med. Ludwig Guttmann, Egonstr. 12. Heidelberg : Joseph Wolf I, R…