-
— 219 — 3. An allen vier Stellen kommt das Wort!אור und zweimal וכרון vor. Nun bedeutet aber אווז, wo es in der Schrift vorkommt, ein gegebenes, sichtbares Zeichen, das entweder zur Bewahrheitung einer vorher verkündeten Thatsache oder Lehr…
-
— 220 — Gestüzt aus die angeführten Argumente, sehen wir gar nicht ein, mit welchem Rechte man das Schriftwort umdeuten dürfe, wenn für die einfache, schlichte Auffassung das Sprachgesetz, der Zusammenhang, die lexikalische Bedeutung der Wö…
-
— 221 in der Schrift. In Spr. 3, 3. 7, 3. heißt es: לתבם על לוח לבף, und 6, 21: קשרם על לבך. Diese Phrase soll nun den Hauptbeweis für die bildliche Auffassung des וכתבתם על ממות liefern, da es unmöglich im buchstäblichen Sinne: ״schreibe e…
-
— 222 oder nach Sachs 3m allein, zuerst in die Schreibtafeln seiner Hörer, damit ste es wissen, sodann in eine Rolle zu schreiben, damit es der Zukunft als Zeugnis diene. Unter לוח אתם ist mithin die Schreibtafel zu verstehen, die die Zuhör…
-
— 223 aus dem Leben gegriffenen Momente entsprechen könnte, in Nichts zusammen. Allein, zugegeben, daß unter כתבם על לוה לבך nicht das wirkliche Schreiben, sondern die geistige Einprägung gemeint sei, so wird doch eingeräumt werden müssen, …
-
— 224 — Nachbemerkung der Nedaktton. Ulster w. Freund hat sich durch vorstehende Besprechung um die Auffassung des Phylakterien - Gebotes ein nicht geringes Verdienst erworben. Daß 5. B. M. 6, 8. und 11, 18. nicht tropisch, sondern nur eige…
-
— 225 der Phplakterien dispensirt. Am merkwürdigsten ist in dieser Rückficht die Bestimmung der Mechiltha. Dieselbe begleitet nämlich die Worte der Thora: ״Und es sei dir zum Wahrzeichen an deiner Hand und zum Denkmal zwischen deinen Angen,…
-
— 226 — (j. Ber. 2, 2). R. Jechiel Heilprin berichtet dies in seinem Gelehrten-Lerikon ohne Bedenken. Or. M. Löwenmayer, der 1855 in Frankel's Monatschrist eine Ch…
-
— 227 — Zur Einteilung Ln den Thatmud. Die Melmterpretation der Nabbinen. Bon vr. M. Dnschak, Rabb. in Gaha. (Schluß) '). Die Anwendung der h. S. als bloße Anlehnung אסטכתא für irgend einen Gedanken äußert sich ganz besonders in der Haggada…
-
— 228 — wird דרש genannt, von דרש, suchen, forschen; wenn nämlich die Interessen, Verhältnisse, Gefühle und Empfindungen, wovon die Gegenwart beherrscht wird, in den Tert der h. S. hineingelegt werden; oder סוד, wenn die Haggada, das Metafi…
-
— 229 men für die Haggada geben, weil sie eben freie Auslegung und Anwendung ist. Weil nnn die haggadischen Auslegungen vollkommen frei, und durch keine Tradition gegeben waren, darum durste durch sie dem natürlichen Wortsinne nicht Abbruch…
-
— 230 — abgeleitet, weil der Ethrog am Wasser wächst. יםר1 גוף — w/upt!, Braut, (Rosch. Hasch. »26.). Aus , dem Phönizischen wird גלמוד (Sota 42, a.); ans dem Persischen אסדר (vgl. Targum Job 31, 26. Megila 13, a.) abgeleitet. Alle diese Au…
-
— 231 dennoch ein Unterschied zwischen denjenigen rabbinische» Satzungen, welche durch eine biblische Stelle nnterstüzt werden, und denjenigen, >vo dies nicht der Fall, da es mit lezteren nicht so strenge zu nehmen ist, wie mit ersteren (In…
-
— 232 — haben; dieser mußte ein Gesetz betreffen, das mit Karetstrafe verpönt war; die Entscheidung mußte vom hohen Gerichte in der Gnarderhalle erlassen worden sein! Wie ließe sich demnach unter dieses Gesetz die Uebertretung einer rabbini…
-
233 — -Ruf' da im Vereine Mit dem Beter-Chor: ״Gott der Einzig-Eine Schüzt uns nach wie vor!" Und bei Gottes Namen Sorg' und Kummer ziehen Hin, woher sie kamen; Rufen noch im Fliehen, Stimmend wider Willen Ein in Gottes Preis: ״Gottes Ruhm …
-
— 234 — Dem ich meine Seele Hoffnungsvoll empfehle; Tief vom Herzensschreine Ruf' die Seel' empor: ״Gott der Einzig-Eine Schüzt mich nach wie vor!" Schnell bei Gottes Namen Furcht und Bangen ziehen Hin, woher sie kamen, Rufen noch im Fliehe…
-
… ich zu Und entschlaf' in Ruh'. (Corresponbenft. Alphabetisches Verzeichuiß der in der israelitischen KnltuSgemetnde zu Groß-Kanischa bestehenden frommen Stiftungen. Von L. Horowih. Einen bedeutenden Beitrag zu der Weltgeschichte bilden die Friedhöfe, w…
-
— 236 — auch ihre lyrisch erhebenden Momente. Wir vergessen auf Augenblicke, daß unter jenen Steinen die morschen Gebeine geliebter Wesen ruhen; wir lesen von ihrem einstigen Wirken, und die Einbildungskraft stellt sie in voller Thätigkeit …
-
— 237 Löwenstein Leah (gest. 1831). 8000 fl. — kr. Zinsertrag an arme Verwandte, und alle 3 Jahre 240 fl. zur Eqnipirnng eines armen Rabbinats- Kandidaten. Löwenstein Fanni (gest. 1814).!00 ״ — ״ Zinsertrag für Arme. Löwinger Amalie (gest. …
-
238 — Nachbemerkung der Redaktion. Wir bitten die ehrsamen Vorsteher der israel. Kttttusgemeinden unseres Vaterlandes, uns ähnliche Verzeichnisse gefälligst cinznsendett. Wir zollen durch die Veröffentlichung derselben den frommen Stiftern …