Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 5 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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— 223 aus dem Leben gegriffenen Momente entsprechen könnte, in Nichts zusammen. Allein, zugegeben, daß unter כתבם על לוה לבך nicht das wirkliche Schreiben, sondern die geistige Einprägung gemeint sei, so wird doch eingeräumt werden müssen, daß es lange nicht als Belegstelle für וכתבתם על מוזות dienen könne. Wenn aber dieses nicht bildlich genommen werden kann, so muß auch וקשרתם buchstäblich genommen werden. Die Mischna hat daher vollkommnes Recht, die zwei Gebote תפלין und מוזה als buchstäblich mosaische zu verstehen und der Tradition lediglich die Form derselben und den aufzuschreibenden Inhalt, worüber der Tert sich nicht deutlich ausspricht, zuzuweiseu. Man erlaube uns noch hier zum Schluffe, auf ein übersehenes Moment in der symbolischen Bedeutung der Th'philin aufmerksam zu machen. Majmonides zu 2. B. M. 13. legt den Hauptaccent in der Bedeutung der תפלה של יר auf כנגר הלב, gestüzt auf das in Tr. Menachoth 37, 6. erwähnte שצריכה שימה כנגד הלב. Allein dort handelt es sich nur von der Stelle am Arme, wo die תפלין zu befestigen seien. DaS Schriftwort giebt uns darüber eine viel näher liegende Erklärung. Die zwei der Erlösung aus Egypten zu abstrahirenden historischen Wahrheiten von höchster Wichtigkeit, daß menschliches Auge zu kurzsichtig, um den Moment der Hülfe vorherzusehen, und menschlicher Arm zu ohnmächtig ist, sich Selbsthülse zu verschaffen, sollen durch תפלין, die בין עיניך und על ירך zu tragen sind, anschaulich und stets gegenwärtig gemacht werden. ״Und eS sei dies zum Zeichen an der Hand und zur Binde zwischen deinen Augen, daß mit starker Hand uns Gott aus Mizraim geführt". Erod. 13,16. Eine trostreiche, in Israels Geschichte sich nicht einmal bewährte LMe, die es wahrlich verdient, durch das tägliche Anlegen der TWHilin in's Gedächtniß gerufen und beherziget zu werden 1). l) Ans dieser das ganze Gesetz nnisassenden, ja dogmatischen Bedeutung der המלין läßt sich der in Ber. 44, b. verkommende, aber auch sehr bestemdende palästinensische Gebrauch erklären, nach Ablegen der תפלין, den Segensspruch: א״קב״ו לשמר חקו ן z» sprechen. (S. Thosafat daselbst). Wie das dogmatische ק״ש seine ברכה אחרנה hat, so sollten auch יתפלק eine ברכה שלאחריה haben.