Mannheim
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  1. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 9

    bekommen. So trennten wir uns am ersten Tage. Er. sagte übrigens, daß in Rußland nur 80 000 Zionisten sind. Die meisten sind Territorialisten und Sozialisten und in nichtjj'ldischen Parteien organisiert. Der Kiewer ist Mitglied der Poale-Zi…

  2. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 10

    Beim nächsten Meilenstein erwartete er uns wieder. Natürlich ohne Püffe ging'S Leim Wiedersehn nicht ab. Doch das schadet nichts - die Hauptsache war, daß wir ihn wieder hatten Nun ging es in gemäßigterem Schritt weiter. Unser Weg führte je…

  3. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 11

    Ecke bofl.cn, stand schon der Wagen bereit. Da vergaßen wir unsere Müdigkeit und liefen, was wir laufen fouuteii und erreichten den Zug Ln dem Augenblick, als er abfuhr! Tief anfatmend bargen wir uns im sicheren Wagen. S. rechnete an seinem…

  4. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 12

    Du hast Millionen Gestalten gemacht aus Dir allein, Städte, Dörfer und Stämme, Landweg und Floß. — Alle Angeis sahen Dich vor sich, Wenn Du die Tagessonne über der Erde bist. . . Du bist in meinem Herzen, Kein anderer kennt Dich außer Deine…

  5. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 13

    …wenn Ihr was Interessantes darüber lest. Euch Glückliche in der Heimat rufe ich ein herzliches Schalom zu. ' Im Felde ' Adolf Reifenberg Literatur Delitzsch Bibel und Babel Baentsch David und sein Zeitalter Löhr Einführung in das alte Testament Hunger und …

  6. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 14

    Etwas über Kmiststil, insbesondere den Gotischen Liebe Gefährten, Zum Schönsten, was wir auf unseren großen Fabrten besonders in Südnnd Westdeutschland zu seheil bekommen, gehören doch die großeil Kirchen aus dem Mittelalter, die man Dome o…

  7. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 15

    schlossen, daß unsere heutigen Baumeister in ihrem Denken und Fühletr beu Menschen von lioo oder 1300 gleiten. Wenn sie also trotzdem in dem alten Stil Lauen, kann das llicht ein natüilicher Ansdrnck ihres Inneren sein, sondern sie können d…

  8. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 16

    wo er keine bauliche Notwendigkeit war, aber als solche ist er entstanden. Wie Ihr Euch jetzt denken werdet, ist die scheinbare Bündelung zahlreicher schlanker Säulen zu den gewaltigen Pfeilern auch kein Zufall. Sondern daß sich diese Eigen…

  9. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 17

    … in so einem Münster ein versteinertes Märchenleben führen. Ich habe da manchmal das Gefühl, in einem Walde zu sein, wo allerhand Getier sein Wesen treibt. Und außen vor so einem Münster war mir ananchmal, als stehe ich am Fuße eines Gebirges, in de…

  10. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 18

    Bücher Deutsche Dome (La » gewiesche) — W o rr i n g e r Formproblenir der Gotik — Benz Die Grundlagen der deutschen Kunst I. Mittelalter — Die schöne deutsche Stadt (Piper) 3 Bände. ■ , Liebe Gefährten I ES wird mir sehr schwer, hier an di…

  11. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 19

    Wunsch wäre es, daß auch aus unserem gesetzestrenen ftrcte solch starker Mensch emporwüchse. Ich glaube, Walter Moses wäre der erste, der ihm die Hand zu gemeinsamer Arbeit rcidjcu würde. — Ich kann keine hohen Worte machen, kann mem Fühlen…

  12. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 20

    … in einer knappen, plastischen Weise geschildert, wie es nur jemand vermag, der das Lau zuinnerst erlebt hat, nicht wie Sven Hedin (Jerusalem, Brockhaus 1918), der es gesehen und dargestellt hat wie Tibet oder sonst irgend etwas „Interessantes"» (Das…

  13. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 21

    …net sich hier ein reiches Arbeitsfeld. Hans Cohn wurde nach Frankfurt a. O. eingezogen. Kurt Preis (der inzwischen nach Breslau gegangen ist), Nachmannsohu und Ernst Simon wurden zu Führerschaftsgästeu ernannt. Reinhold Cohn ist auf Urlaub bei uns…

  14. 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 22

    unferm Bunde ausgeschieden. Herta Kalmanu, Kattowitz, ist Sekretärin unseres nationaljüdischen Bureaus geworden. Putte (Kirschstein) ist wieder in BreSlau. Norbert Elias wu…

  15. 1919-02-01 · 4 (2.1919) · page 1

    B LAU* WEISS I B L Ä TT E.R MONATSSCHRIFT FÜR JÜDISCHES JUGENDWANDERN JAHRGANG VI Adar5679 Februar 1919 . HEFT n»

  16. 1919-02-01 · 4 (2.1919) · page 2

    Mau-Weiß-MAtter ^{k«(W |9J9 Jahrgang 6 Qtft Purim Ans dem Midrasch übersetzt von Necha Schweitzer-München Als Haman der Noscho gedachte, Israel zn vertilgen, da sprach er: Wie werde ich Gewalt über sie bekommen— Das Los will ich werfen! Der…

  17. 1919-02-01 · 4 (2.1919) · page 3

    Und die Sterne wurden erschaffen an ihm, und den Sternen verglichen sind deine Kinder! willst du sie vernichten — wie sollten w i r bestehen? Dann fiel das Los auf den fünften Tag, und es ftaub sein Fürst vor dem Heiligen Gelobt sei Er und …

  18. 1919-02-01 · 4 (2.1919) · page 4

    Purim Wir stehen in der Synagoge, am Purimfeste. Geheimnisvoll duftet das Pergament der Megilloh von vergangenen Tagen. Es raschelt und knistert in der alten Holzrolle, krümmt sich und spannt sich voll der Erwartung, uns Kunde zu bringen vo…

  19. 1919-02-01 · 4 (2.1919) · page 5

    Krone und Zepter reitet Mordechai durch die Straßen Susas,- und Haman schreitet vor ihm, schreiend im heiseren Tone des Marktrufers: Kachah jeasseh latsch aschef hamelech chaphez bikaro („So geschieht dem Manne,, dem der König große Ehre an…

  20. 1919-02-01 · 4 (2.1919) · page 6

    KSIsel Ein alter Zinnteller hängt in meinem Zimmer. Wir haben ihn auf einer Ler herrlichen Sommerfahrten nach Süddeutschland anfgetneben nnd liebe, unendlich liebe Erinnerungen hängen an ihm. — Zn meiner Schande muß ich gestehen. -aß eS Mir…