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Blau-Weiss-Blätter · 1918-11-01 · 3 (11.1918) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
6 (1918-1919)
Issue
3 (11.1918)
Date
1918-11-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Bericht der Kundesleitung Vom 6. bis 8. Oktober fand irr Berlin der Nationaliüdische Jugendtag statt. Die Tagung selbst hat die erhoffte, fördernde Aussprache nicht gebracht. Aber die Veranstaltungen, die nebenher giilgen, so die Sitzung des Hechaluz und die Ansspräche auf der zweiten Führerschaftssitzung, auf der bis zur Ermattung gerungen wurde, haben klärend gewirkt. Inzwischen sind uns aber so viele neue Aufgaben gestellt worden, daß die Ereignisse des Jugendkages schon wieder weit zurückliegen, und wir dringend einer neuen Znsammeiiknnft des Blau-Weiß bedürfen. Wir laden Euch zu einer Aussprache nach Berlin auf Dienstag, den 24. Dezember (während des Delegiertentages) ein. Aus der Bundesleitung schied Grete Brock aus. Im „Engeren Ausschuß der Nationaljüdischen Jugend Deutschlands" ist der Blau-Weiß durch Erich Buchholz, Grete Eckstein und Walter Moses vertreten. Berlin. Unser Betrieb, der durch das Ausfallen der Fahrten im September etwas darnieder gelegen hat, beginnt sich, hauptsächlich durch den Jugendtag, wieder zu beleben. Die Winterarbeit, die ja immer als Maßstab der Beständigkeit des im Sommer erreichten betrachtet werden kann, wird iui3 Gelegenheit geben, alle neuen Gesichtspunkte, die wir durch den Jugendtag gewonnen haben, in unserer Arbeit zu verwerten. Der hauptsächlichste Ausdruck hierfür ist, schon jetzt erkennbar, der gesteigerte Willen zum Hebräischlernen. Wir sind mit der Einrichtung von ungefähr sechs neuen Kursen beschäftigt, die vorläufig von den im Hebräischen weiter Fortgeschrittenen gegeben werden sollen. Nachten Erlebnissen des Jugendtages kommt jetzt alles für uns darauf an, zu beweisen, welche allgemein jüdischen Werte in unserer Blan-Weiß-Arbeit stecken. Gerade für uns Berliner, auf die die Einwirkung des Jugendtagcs eine viel unmittelbarere gewesen ist als auf die 'andern Bünde, eröffnet sich hier ein reiches Arbeitsfeld. Hans Cohn wurde nach Frankfurt a. O. eingezogen. Kurt Preis (der inzwischen nach Breslau gegangen ist), Nachmannsohu und Ernst Simon wurden zu Führerschaftsgästeu ernannt. Reinhold Cohn ist auf Urlaub bei uns. Hans Friedenthal kam aus Posen zu uns und übernahm an Stelle von Karl Glaser die Führung des 6. Zuges. Estermann aus Hamburg kam zu uns und wird gleichfalls die Führung eines Zuges übernehmen. Berlin, Oktober 1918 Werner RosoLio Breslau. Bei uns gibt es jetzt einen Jungen- und einen Mädel-BLan- Weiß. Die Notwendigkeit dieser Trennung wird jeder, der bei uns Bescheid weiß, nur atterjEcuucn können. Das nationaljüdische Heim, in dem Blau-Weiß, H. C., I. T.V., die Ortsgruppe und das Bureau vereinigt sind, ist eröffnet. lieber den Jugeudtag und seinen Wert wird eifrig diskutiert. Aus den beiden bestehenden Zügen (60 Jungen) haben wir jetzt sechs Züge _ geschaffen, da wieder genügend Führer vorhanden sind. , Persönliches: Unser lieber Wandersührer Paul PinkuS fiel einige Tage bevor er auf Urlaub kommen sollte. Joseph und Käthe Markus, sowie Vera Rosenbaum (London) sind aus 78

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