Mannheim
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19301938
  1. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 24

    …es Frank, Bernard Münk, Israel Jelinek, David Tschiassny, Markus Spitz, Benjamin Wolf, Juda Killer,10) Moises Bodansky, Abraham Klein, Aaron Glass, Markus Grauss, Juda Donath. Diese Beispiele könnten noch durch andere typische aus Misslitz vermehrt werd…

  2. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 25

    … und genoss ich überhaupt nicht lange ausschliesslichen Unterricht in der heil. Schrift, denn der damalige Oberrabbiner Eleasar Fleckeles s. A. wollte nicht anders, als dass ich, obwohl erst 5 Jahre alt, schon in die Anfangsgründe des Talmudstudiums eingewe…

  3. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 26

    …alten und so buchstäblich das Wo-rt der heiligen Schrift (Josua 1, 8) erfüllt »Du sollst darin forschen Tag und Nacht — Maimonides Hilchot Talmud Thora 2. Absch. § 2.« Dieselbe Gewissenhaftigkeit wie in der Lehrzeit beobachtete mein Rabbi auch hinsic…

  4. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 27

    …ste Wurzel gefasst, für Bildung und Kultur fand sich hier immer volle Neigung und richtiges Verständnis vor. Wenn Rabbi Moses Sofer zu Pressburg in seinem im Jahre 1840 hinterlassenen letzten Willen, noch das Verbot: »Mendelsohns Schriften zu lesen«, …

  5. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 28

    …rsamkeit geschmückte H. Dr. W. Wessely — «ich herbeigelassen, Vorträge über die religions-philosophischen Schriften des Maimonides, Juda Halevi etc. zu halten, sie würden zu jener Zeit bald einen grossen Kreis lernbegieriger Jünglinge um sich gesamme…

  6. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 29

    da ich hiebei immer gut bestand, erhielt ich von ihm einige Kreuzer auf Schabbesobst. Der Rabbi -bewies mir viel Interesse, gab mir oft seine Liebe und Zuneigung deutlich zu erkennen und wahrlich, ich liebte ihn wieder mit aufrichtigem Herz…

  7. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 30

    liess er sich von ihnen auf den jüdischen Friedhof führen. Ich sah den Zug von einer Altane eines Hauses aus, das nächst dem Friedhofe gestanden, und erregte damals der Umstand zumeist meine Aufmerksamkeit und me:ue vollste Bewunderung, Rab…

  8. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 31

    nicht, alle meine gelehrten Kundschaften nahmen die alte Ware für neue an, nur Rabbi Nahum Hess sich nicht beschummeln. Kaum hatte ich angefangen, sagte er sogleich: »das hast du ja schon voriges Jahr gelernt«. Ich war natürlich sehr betrof…

  9. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 32

    …welcher er in der Zigeunersynagoge fungierte, für sehr ausgezeichnet galt, war aber nicht minder in den Kommentaren von Raschi und Biur bewandert und hatte den Geist der Mendelsohnischen Übersetzung vollständig aufgefasst. Es war wirklich ein Ver…

  10. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 33

    Sinne des Wortes angewendet werden konnte der talmudische Spruch: »Mehr als das Junge saugen will, möchte ihm die Mutter gern zu saugen gehen« — Pesachim 112 a — machte ich die besten Fortschritte, so dass ich allgemach auf «dem Meere des T…

  11. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 34

    …ager, wie sie allgemein genannt wurden, der bereits mehrmals genannte Rabbi Nahum und die beiden Brüder Rabbi Maier und Rabbi Low Glogau sei. And. die beiden letzteren waren Söhne des als talmudische Zelebrität ersten Ranges R. Jecheskel Glogau und …

  12. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 35

    Angelegenheiten Koudelka, dem Domscholastikus P. Pöllner und den als Fachmann de rn designierten Mitgliedern des Rabbinatskollegiums R. Eliasar und R. Samuel: Als Beisitzer fungierten sämtliche 3 Gemeindevorsteher. Die Prüfung wurde, bereit…

  13. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 36

    es als heilige Pflicht betrachteten, der so hohen rabbinischen Autorität die tiefste Ehrfurcht zu beweisen. Der Rabbi reiste 'bald wieder alb, nachdem er da« Versprechen gegeben hatte, bei der Rückfahrt längere Zeit in Prag zu verweilen. De…

  14. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 37

    …wählt. Nach dem Abgänge des Rabbi Nahum von Prag entschloss sich mein seliger Onkel, Rabbi Anscbel, zu der Jeschiba de» Rabbi Low Glogau überzutreten und natürlich folgte ich ihm dahin. Im Jahre 1827 besuchte ich die Vorlesungen des als Orientaliste…

  15. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 38

    Die Koscherwein-Steuer. Von Isidor Herrisch (Wien). Die nachfolgenden Aktenstücke, welche uns um rund. 250 Jahre in die Vergangenheit zurückführen, erliegen im fürstlich Liechtenstein'schen Hausarchiv in Wien. Durch einige Jahrhunderte befa…

  16. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 39

    Fass Koscherwein angebotenen 45 Kreuzer zu wenig seien. Daher gutachte ich ergebenst, dass sowohl die Kcstler als Lundenburger und Eisgruber Judengemain für jedes Zehn» eimer-Fass einen mährischen Thaler, das ist 1 Gulden 10 Kreuzer Zins in…

  17. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 40

    Gründe: 1. Diese Umlage gründet sich nicht auf altem höchstem Gubernial-Befehl. 2. Die Judengemeinde onehin auf Grund der Contribution 13 fl per Fass nebst den Tranksteuern zu entrichten habe. 3. Wenn dies landesfürstliches Gesetz wäre ein …

  18. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 41

    1774 bis 1783 andere fremde Juden: 43 fl 18 kr in die Renten und 13 fl 58 kr an Amtmann. Eisgrub, am 20. November 1784. Euer Durchlaucht ergebenster und gehoramter Diener: Johann Blumenwitz, Amthann. Jüdische Sperrelationen des Troppauer Bü…

  19. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 42

    …ter Katharine K. in Hotzenplotz. (Nr. 3951.) Kupferberg Paul t Jägerndorf 2./4. 1829. Galizischer Handelsjud, wohnte in Troppau Nr. 369, Gasthaus zum goldenen Adler, war von Rohatin in Galizien gebürtig und hielt sich bloss zeitweilig in Troppau a…

  20. 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 43

    1000 fl in Leipnik bei der Judengemeinde eine Stiftung für arme Juden. Kinder: Emanuel t (2 Enkel), Jakob in Odrau, Abraham ist seit mehr als 30 Jahren unbekannten Aufenthaltes, Rosa verh. Moses Belak. Enkelin: Rebekka Oppenheim in Bennisch…