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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
4 (1934)
Issue
Heft 1
Date
1934-01-01
Page
Seite 38 (sequence 39)
Language
German
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Die Koscherwein-Steuer. Von Isidor Herrisch (Wien). Die nachfolgenden Aktenstücke, welche uns um rund. 250 Jahre in die Vergangenheit zurückführen, erliegen im fürstlich Liechtenstein'schen Hausarchiv in Wien. Durch einige Jahrhunderte befand sich in Eisgrub in Südmähren (C. S. R.) der Sitz der ehemals gefürchteten und allmächtigen fürstlichen Herrsehaftsvorteher, vor welchen die Untertanen mit Furcht und Angst erschienen, wenn sie hiezu bemüssigt waren. Diese Vorsteher Messen anfangs Pfleger, später Hauptmann, dann von 1747 bis 1848 Amtmann bezw. Oberamtmann und ab 1948 Gultsverwalter bezw. Oberwalter. Diese unterstanden den fürstlichen Hofkanzleien in Feldsberg und Wien. Die folgenden Eingaben und Berichte der Amtmänner zu Eisgrub befassen sich mit der sogenannten Koscherweinsteuer. Was darunter gemeint ist, geht aus den Aktenstücken deutlich hervor. Diese Steuerverhältnisse der genannten mährischen Gemeinden sind typisch für alle Judengemeinden in Mähren und Böhmen um diese Zeit. „Allergnädigster Fürst und Herr! Die gesammten Juden des Marktes Lundenburg und die Judenschaft der Stadt Gostl bitten die hohe Obrigkeit betreffend des Koscherweins sie allergnädigst bei ihren alten Anlagen und Gerechtigkeiten verbleiben zu lassen, da in Lundenburg nur 10 Judenhäuser, wovon 6' bewohnt und 4 unbewohnt sind, sich befinden und die Juden von Gostl durch die Kriegszeit ganz verarmt sind. Gesamte Juden des Markt Lundenburg am 1. August 1684. Judenschaft der Stadt Gostl am 22. September 1684." Der Pfleger zu Eisgrub berichtet nach Wien: „Es ist zwar wahr, dass die Juden zu Kostl sehr arm sind. Jedoch vermeine ich ergebenst, dass die von jedem 38

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