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Jeschurun · 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 1 (Januar 1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 11 (sequence 13)
Language
German
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Geschichtliche Wanderin)gen. II עוז לאלקים des Chajon die Dreiheit des göttlichen Wesens behauptet wird, wodurch eine ausgebreitete Fehde hervorgerufen wurde. Solche Behauptungen konnten unter dem Schutze des damaligen Berliner Rabbiners ausgesprochen werden! Interessant ist hierbei ein näherer Bericht des berühmten Rabbiners Naftali Cohn, der zuerst von Chajons Persönlichkeit geblendet, ihn später durchschaut hatte und in Berlin ihn zu entlarven gedachte, wenn er nicht bereits die Gemeinde in Aufregung gefunden hätte, denn die neue Lehre hatte eine große Anzahl von Anhängern. Auch der Nachfolger des Rabbiners, sein Schwager R. Michel verfiel in den Fehler mancher großer Männer jener Zeit. Auch er gehörte zu den Anhängern des Sabbataismus, zu dem wohl innere Neigung ihn führen mochte. Er wurde durch die Bezeichnung החסיר geehrt, die aber damals ihres eigentlichen, ursprünglichen Wertes ganz entkleidet war und jenen Charakter annahm, vor dem der wahre echte Zaddik zurücktreten mußte. Doch sei es dem R. Michel Chossid auch zur Ehre angerechnet, daß er, sobald er seinen Irrtum erkannt hatte, mit Energie gegen die Anhänger auftrat, und in der Synode zu Frankfurt a. O. es durchsetzte, daß die ganze Sekte und alle ihre Schriften in den Bann getan wurden, wie bereits andere bedeutende Rabbiner es vorher getan. Beachtungswert sind seine Bemerkungen im Vorworte zur 2. Ed. des יפה מראה mit seinen Noten s. t. יופי מכלל. Zu spät hat R. Michel das Verderbliche dieser Richtung eingesehen, die bereits in seinem eigenen Hause Verwüstung angerichtet. Denn sein Sohn Lipman ging nach Eisenstadt, wo er mit seinen beiden kleinen Kindern zum Katholizismus übertrat und dann als Professor der hebräischen Sprache an der Universität zu Wien unter dem Namen Aloys Wiener von Sonnenfeld fungierte, ״der uralten und weitberühmten Wienerischen Universität Mitglied“, wie er sich bezeichnete. Aus dem sabbatianischen Dunkel im Vaterhause verfiel er in die christliche Mystik. Von dieser sind folgende seiner Schriften beherrscht. 1747 1758 ,קצר המצע 1760 ,אור נוגה Controversiae. Auch ver-

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