Mannheim
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19201921
  1. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 66

    u am i iL/ Nun wollen wir sprechen von der Heiligkeit dieses Tages, denn er ist gewaltig und ehrfurchtbar. Nn ihm offenbart sich Gottes Negierung, auf Gnade baut sich auf fein Thron, und in Wahrheit sitzet er dort. Wahr ists: Du, Gott, bist…

  2. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 67

    OOOOOOOOÖOOOOOODeroOÖOOOÖ oooooaüooooooooooöüoouoo W Der (Erbe Bewohner aber ziehen an vir vorbei, wie eine Herbe. So wie ber Hirt seine Herbe mustert, sie unter seinem Stabe einherziehen läßt, so prüfst Du die Seele aller Lebenben, bestimm…

  3. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 68

    Da s Gebet de $ K abb i Hm m o n vor beinahe 900 Jahren lebte in Mainz ein sehr frommer und gelehrter Mann, namens Rabbi flmmon, der von allen seinen Mitbürgern, den christlichen nicht weniger als den jüdischen, hochgeschätzt wurde. Sein Ru…

  4. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 69

    …lich nach: Hamburg, Köln, Frankfurt a. M.. Wiesbaden. Mannheim, Stuttgart, München, Nürnberg, Hannover, vielleicht auch Breslau und Rattowitz. Wer ihn sprechen will, sende seine Adresse an den Jüdischen Turnverein des betreffenden G r t er. 69

  5. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 70

    v a s $ ch o f a r d e s I eh o s ch u a Irgendwo in der weilen Welt liegt eine kleine jüdische Stadt, in der lebte vor vielen, vielen Jahren einmal ein junger Bursche, der hieß bei allen Leuten nur „der Bote", weil sein Haarschopf fuchsrot…

  6. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 71

    steht. (Er kann einem Gaul zwei Stunden lang ins Maul gucken, weiß er -rum, wie alt das Tier , ist? Die Frau Riwke ist neulich zu ihm gekommen und hat gefragt, ob Kiebitzeier koscher sind. (Er wußte aber nichts von einem Kiebitz. Wenn er vo…

  7. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 72

    daß nur ganz starke Männer es heben konnten, und in jedem Geschlecht gab es nur einen, der auf ihm. zu blasen vermochte. Keiner wußte, woher es kam, aber es ging von ihm eine Zage, daß, solange man auf ihm am Rauschhaschonoh blasen werde, d…

  8. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 73

    Jehoschua blies, als vor dem Schofarklang die Mauern Jerichos einstürzten. Du hast es geblasen, da hier weder der Grt noch die Stunde ist, wo.man Zchofar zu blasen pflegt, so sind wir gekommen und harren deines Befehles!" Der Rote sah ersta…

  9. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 74

    der ihnen dar Schofar bläst?" Der Rote war sehr erstaunt, daß; jemand hier wußte, wer er sei und welchen Streicher den Leuten daheim gespielt hatte, über gleichzeitig fiel ihm ein, wie schlecht sie ihn behandelt hatten und insgeheim freute …

  10. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 75

    zog man durch die Straften zum Stadttor, das noch geschlossen war. Der Rabbi befahl den Machen; es zu öffnen: da stand vor dem Tore der Rote und das Schofar hielt er in seiner k)and. va streckte der Rabbi seine Hand aus und segnete den heim…

  11. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 76

    haariger Dauer mit einem etwas jüngeren und ft« droschen. Var Vreschen mit dem Ziegel hat heute in manchen Gegenden Deutschlands ganz aufgehärt, weil die Dreschmaschine in einer Stunde zehnmal soviel leistet, als zwanzig Drescher an einem ,…

  12. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 77

    vom VIII. Turntag der Jüdischen Turnerschasl jDas lurn« und Sportfest, das der Großen, die Gardemaß hatten, bis zu den Berliner „Var lisch da" dem Turntag ganz kleinen sechsjährigen Mädelchen, dt» zu Ehren veranstaltete, begann morgens imme…

  13. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 78

    fltn Dienstag Nachmittag hatten die heftig regnete, wurden ein paar Nennen Vereine „Jona" und „Uuder verein jüdigefahren. scher Studenten" nach hirschgarten ein- Damit fand-der Turntag seinen Nbgeladen, wohin sie selbst mit ihren Booten sch…

  14. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. Seite 79

    3n der festlich geschmückten Synagoge haben sich lange vor der Zeit die geladenen Käste versammelt. Unter einem schönen, blumengeschmückten Baldachin wartet ein prächtiger Lehnstuhl auf den hohen Gast. Sämtliche Schichten der jüdischen Bevö…

  15. 1920-09-01 · Heft 5 (September 1920) · p. [Seite]

    Sri e s k a s t e n Ltegfried Almmering, Dresden. Jetzt weiß ich ganz genau, wie Du heißt und Dein Name soll nie wieder verhunzt werden. Mit dem Vruckßehler hast Du Necht! . ttibert Luiker, Heidelberg, Bergbeimerstraße 12, möchte mit einem …

  16. 1920-09-01 · Heft 6 (September 1920) · p. [Seite]

    H e r au s g ege b e n v o n T. 3. KI Atz e 1 Var Nochba erscheint Zweimal im Monat. Preis: Vierteljährlich Mk 5.- Einzelnummer 75 pfenniq Zahlungen erbeten auf Postscheck-Konto: Welt-Verlag, Nr.' 28219 Berlin Mp 7, Vorotheenstrahe 35 Schri…

  17. 1920-09-01 · Heft 6 (September 1920) · p. Seite 82

    Der <E f f r o g vom heiligen Lande von 3 ose f Pa 1 a i Der Nimanower Zaddik ging in seinem Zimmer ungeduldig auf und ab. von Zeit zu Zeit zum Fenster hinausblickend wie jemand, der einen großen Gast erwartet. „Schau' mgl, mein Sohn, ob Eh…

  18. 1920-09-01 · Heft 6 (September 1920) · p. Seite 83

    „Zehrt, meine Kinder, dieser palmzweig, der so ist, wie das Kückgrar des Menschen, diese Myrte, deren Blätter, wie die Bugen des Menschen, dieser Essrog, wie des Menschen Herz, sie alle kommen von jener heiligen Erde, aus der aller Segen in…

  19. 1920-09-01 · Heft 6 (September 1920) · p. Seite 84

    Red Theskele ward mutiger und sagte gerade heraus: „Mein Essrog ist wahrhaft schöner, viel schöner." „Ruch meiner ist schöner. Der Essrog des Rebbe läuft ja nicht turmartig in einen Kegel aus. wie vorgeschrieben ist. „Der Uorfuer Essrog ist…

  20. 1920-09-01 · Heft 6 (September 1920) · p. Seite 85

    „Meiner ist schöner. Ich gebe meinen", fiel Neb Ehone dazwischen. „Ich habe einen schöneren, den nehme der Robbe", sagte Reb Lherkele. Der Zaddik sah um sich, und bekümmerten Toner fragte er: „Lind Euere Essrogim aus dem heiligen Lande?" Di…