Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 5 (September 1920)
- Date
- 1920-09-01
- Page
- Seite 78 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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fltn Dienstag Nachmittag hatten die heftig regnete, wurden ein paar Nennen Vereine „Jona" und „Uuder verein jüdigefahren. scher Studenten" nach hirschgarten ein- Damit fand-der Turntag seinen Nbgeladen, wohin sie selbst mit ihren Booten schluß Und ihr, Mädels und Iungens, fuhren. Ls war ein stolzer Bnblick, als seht zu, daß ich den nächsten nicht zu beunter der blauweißen Flagge mit dem schreiben brauche, weil ihr alle selbst daran Magen David ein Üchter, vier Vierer und teilgenommen habt! vier Zweier daher kamen. Trotzdem es ' . .. $d) a b ba t h Nach amu in Ieru sch alajim (31. Juli 1920) ver Zchabbalh nach Tischah b'6w heißt „Zchabbath Nachamu". ihm wird eine haphtarah verlesen, die mit den Worten „Nachamu, nachamu ammi Tröstetj ja tröstet mein Voll" beginnt, wie dieser Zchabbath in diesem Jahre in Jeruschalajim gefeiert wurde, wie er dort wirklich . ein „Schabbath der Trostes» geworden ist, schildert folgender Bericht: Freitag. Zn der alten Stadt eine darmen haben die, Straßen abgesperrt und frohgestimmte, lebhafte Bewegung, wie am nur die 300 Begünstigten, welche Lin- Vorabend eines großen Festes. Ganze ladungen erhielten, können passieren. L§ Bataillone von Thederjungen schleppen liegt ein eigentümlicher Zauber auf dieser hohe^Berge^pön LvuLund griuren _S t räuvieljahrhundertalten Straße, die zut Sqnachern, und die Mädchen bringe» Körbe goge führt und die ein schönes Festgewand voll duftender Blumen. Unter der fachangelegt hat. Bllentholben sind die altersmännischen Leitung einiger Führer der grauen Mauern und altertümlichen Straßen- Zofim (Pfadfinder) werden Hunderte von bögen mit reichen Blumen- und Laub- Metern Kränze, und Guirlanden mit ergewinden geziert. Zahllose prächtige silberstaunlicher Geschwindigkeit hergestellt, und und goldgestickte Thoravorhänge schmücken man sieht es den glänzende» Kinderaugen. die Torgänge, welche Herbert Samuel an, daß ihnen diese Tätigkeit ein viel passieren muß und die blankgekehrte größerer Vergnügen bereitet, als das Straße ist mit Teppichen bedeckt. Zahl- Lernen mit dem „ttebbe" in dumpfer lose englische und blauweiße jüdische Fahnen Thederstube. Dutzende von Juden mit flattern im Morgenwind und neben ihnen Farbtöpfen und großen pinseln bewaffnet, die kunstvoll ausgeführten Flaggen mit den sind damit beschäftigt, die Türen der Farben und Wappen der zwölf Stämme, Geschäftsläden und die Wände der Häuser Bus den. engen, vergitterten Fenstern der mit der Inschrift: „Jechi Ueßienu Herbert alte» Jüdenstadt, von den flachen Dächern Samuel!"*) in riesigen Buchstaben zu und baufälligen Baikonen blicken Tausende schmücken. ' hernieder. Zofim, Zofoth und Makkabim Schabbath. - Um ',.,8 Uhr soll Sir (Turner) in ihrer schmucken blauweißen Herbert Samuel in die Thurvah-Sgnagoge- Uniform Haben ein Ehrenspalier gebildet, kommen. Schon um (, Uhr strömen Massen und herzerfrischend klingt hebräischer Gegegen die alte Stadt. Uber jüdische Gen. fang, ein seltener Gast an dieser Stelle, bis scharfe Kommandoruse Drdnung und *) „4* Itbr unfrr Zur» lj»rb*rl Samufl!“ Bereitschaft verlangen. 78