Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 6 (September 1920)
- Date
- 1920-09-01
- Page
- Seite 85 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2276426-2276451-2276457--501-2277050- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
„Meiner ist schöner. Ich gebe meinen", fiel Neb Ehone dazwischen. „Ich habe einen schöneren, den nehme der Robbe", sagte Reb Lherkele. Der Zaddik sah um sich, und bekümmerten Toner fragte er: „Lind Euere Essrogim aus dem heiligen Lande?" Die Umstehenden schwiegen. Da erhob sich aus dem Hintergründe eine Stimme. „Die liorfuer Essrogim sind schöner." Der Zaddik antwortete nicht, sondern nahm die verletzte Frucht vom. heiligen Lande, wischte den darauf haftenden Staub ab und wickelte sie fast zärtlich in reinen Hanf, als würde er einem teuren Verwundeten die blutenden Wunden verbinden. „Was wird der Rebbe nun machen?" fragte Reb ChesKI. „Ich werde meinen Essrog gebrauchen," erwiderte der Zaddik. „Ein Stück von der Frucht des heiligen Landes ist mehr wert, als die voll' Kommenste Frucht aus fremdem Land. Der Essrog ist verletzt, seine Wurzeln aber sind dort im gesegneten Roden. Und wenn die Söhne Israels ihre Däuser verlassen, in die Laubhütten treten und einsehen, daß sie nur im Zelte der göttlichen Gbhut eine sichere Heimstätte finden und den Essrog ans Herz pressen, ihr Rüge auf die Myrte blickt Md sie den palmzweig gegen Himmel Heben, dann wächst die Frucht durch die Fernen hindurch von Neuem zusammen mit dem Vaume und der Zweig wird wieder Eins mit dem Stamme und der Greis der Zeiten wird erfüllt von Erbarmen für seine vertriebenen Rinder. . ." Die Gäste der Laubhütte schauten einander überrascht an. Der Zaddik aber legte die verletzte Frucht aus dem heiligen Lande in seinen schillernden Glasbehälter und betrachtete nun mit Rndacht und Wonne den herrlichen Laubhüttenschmuck, das Meisterwerk Reb Rachmilkes. v o m ' S ii k k o t h f e | t * ) . . . . flm Tage des Erew-Iomtoros nicht fehlen. Km Vorabend vor dem ersten wurden alle im Hause befindlichen Teppiche Festtag legten alle festliche Gewänder an. in die Laubhütte zusammengetragen, mit vie Kerzen der großen silbernen Leuchter denen die jungen Leute unter des Vaters wurden von unserer Mutter und den jungen Leitungchie Wände behängten. Man holte Frauen angezündet, und sie verrichteten ihr Spiegel, brachte die Möbel aus dem Etzstilles, fromines Gebet, woraus wir uns zimmer und selbst der ltronleuchter durfte alle mit großem Behagen aus die Stühle •/«»» Pantine weng.rofs, .Memoiren einer »M den Tisch setzten und die geschmückte Großmutter- (Verlag m. Poppelauer, verlin). Sudlke (Laubhütte) bewunderten. Ihre 85