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19041910
  1. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 123

    Man vergißt, daß bei den in selbständigen politischen Gebilden organisierten Nationen der Klassenkampf des Proletariats einen ganz anderen Inhalt und eine ganz andere Bedeutung hat, als bei einer staatlosen und dabei noch exterritorialen Na…

  2. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 124

    Und noch eins sollte man hier in Betracht ziehen: der Klassenkampf ist nicht bloß eine Methode, ein Mittel, er ist unter Umständen auch selbst ein Ziel für die aufstrebenden Klassen der Nation. „Die Nationalitätenpolitik der Arbeiterklasse,…

  3. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 125

    Problems aus. Jedoch vertreten die Anhänger derselben in bezug auf die Dynamik des sozialen Lebens der jüdischen Nation in der Diaspora einen mehr oder weniger ausgesprochenen dualistischen Standpunkt. Sie schlugen nämlich eine Mittellinie …

  4. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 126

    — die Juden aus den Ländern der Diaspora direkt nach Palästina. Und da die historische Notwendigkeit die Lösung der Judenfrage auf sich genommen hat, so bleibt natürlich den „Poalei-Zion" nichts übrig, als einen unverhüllten rein^proletaris…

  5. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 127

    sozialistischen Kräfte erreicht werden kann. Die „Erkämpfung" — das mag wohl sonderbar klingen, und doch ist dem so: das elementare Recht der autonomen Organisation, welches den Proletariern der übrigen Nationen ohneweiters gewährt wird, mu…

  6. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 128

    S. Sdineir. Kirschen, Nach dem JudisAcn von HUGO ZUCKERMANN. A v Mit Augen, tief dunkler als Schwarzkirschen sind/ Flink klettern die Mädchen am Kirschbaum und ladien, Hell sdiimm…

  7. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 129

    Ha ha ha ha ha — dann prasselt ein Hagel, Ein roter, ein weißer, ein duftender, süßer, Und tänzelt im Gras wie auf Polstern von Sammet. Hei! Kirschen, o Kirschen, —' TJfei Junge, was träumst du, da hüpft sie, dein Mädel A 1 Vom Baume herab,…

  8. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 130

    Die Häng'matte sich und wiegt alte Träume Voll Sehnsucht. Was zögerst du, törichter Bursdie! Die Pappeln werdend ja keinem verraten, Ein Kuß auf die glühenden, bebenden Wangen! Ein Kuß auf die großen, hilfsuchenden Augen! Die Augen, tief du…

  9. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 131

    E. M. Liliens Bibelausgabe. Von Dr. VICTOR FLEISCHER. ls ich die neue Bibelausgabe, die E. M. Lilien gedruckt hat, durchblätterte, da war meine erste Empfindung Freude, meine zweite Respekt: Respekt vor dieser Leistung, …

  10. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 132

    gezeigt hatte, war überzeugt, daß das Werk eine schöne Leistung moderner Buchkunst sein werde; aber nun bin ich doch überrascht; es ist ein so überquellender Reichtum künstlerischer Erfindung in der Ausstattung dieses Werkes, daß die früher…

  11. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. [Seite]

    E. M. Lilien. Die Opferung- Isaaks. (Mit Genehmigungdes Verlages George Westermann, Braunschweig.)

  12. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 133

    Ein Märchen aus den Memoiren der GLÜCKEL VON HAMELN. Aus dem Jüdischen übersetzt von LEO GOLDHAMMER. s war einmal ein frommer Mann, der hatte ein frommes Weib und zwei Söhne. Er hatte auch etwas Geld, davon lebte er, aber ein Geschäft konnt…

  13. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 134

    ihr die Wäsche; so ward die arme Frau eine Wäscherin. Die Stadt, in der sie wohnte, lag am Strande des Meeres, und alle Tage ging die Frau mit ihren zwei Kindern zum Meere hinaus und wusch dort die Wäsche und breitete sie dann zum Trocknen …

  14. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 135

    zu seinen Kindern. Doch hatte er nun keinen Pfennig, um für die Kinder Brot zu kaufen und es gab nichts zu verdienen. Denn jedweden Gewerbes war er unkundig. Da erblickte er ein Schiff, das nach Ostindien fahren wollte; er erinnerte sich de…

  15. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 136

    mich ja doch einmal fressen. Dann werde ich nicht einmal neben anderen Frommen meines Volkes bestattet werden, wie es einem frommen Juden geziemt. Ich habe doch keinen anderen Ausweg, als mich ins Meer zu stürzen, wo auch meine zwei Kinder …

  16. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 137

    So geschah es auch: alle Schiffer meldeten sich bei ihm und speisten mit ihm. Doch lange erfuhr er nichts von seinem Weibe und seinen Kindern. An einem Passahtage saß der Gelehrte mittags bei Tische und war gar fröhlich, da kam ein Knecht u…

  17. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 138

    t^ürst antwortete: „Ich wundere mich über das herrliche, vernünftige Rätsel, ich möchte es von der Frau selber gerne hören. Vielleicht habt ihr was vergessen oder etwas hinzugefügt. Und wenn sie mir auch so erzählt, so will ich dann darüber…

  18. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 139

    das Klagen. Das ist die Lösung-. Willst du es gestehen, so will ich dich wieder nehmen/' Sie hob die Augen, sah den Gelehrten besser an und erkannte ihn. Sie sprang auf und fiel ihm um den Hals und weinte gar sehr. Sie freuten sich und bere…

  19. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. Seite 140

    Da Sprach der Fürst: „Sö hört meine Lösung! Vielleicht treffe ich es* Nach meinef Meinungist die Jungfrau die Jugend. Diese denkt den ganzen Tag nur an die gchöneii Jungfrauen. Bei Nacht sieht sie dieselben im Traum. Sie sieht sie nicht> da…

  20. 1910-01-01 · 5670/1910 · p. [Seite]

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