Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5670/1910
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 158)
- Language
- German
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Da Sprach der Fürst: „Sö hört meine Lösung! Vielleicht treffe ich es* Nach meinef Meinungist die Jungfrau die Jugend. Diese denkt den ganzen Tag nur an die gchöneii Jungfrauen. Bei Nacht sieht sie dieselben im Traum. Sie sieht sie nicht> da sie bloß ein Traumbild sind. Offnet man die Augen* so sieht man sie nicht* Morgens gehen sie weg, da der Mensch aufwacht, des Abends kehren sie wieder im Traum und geschmückt mit einem Schmuck, der nicht geschaffen und vorhanden ist, weil er ebenfalls nur ein Traumbild ist. Wenn ihr nun die Richtigkeit dieser Lösung zugebt, so seid ihr meine Kinder." Und die Knaben wunderten sich über die Lösung, sahen den Fürsten näher an und erkannten in ihm den Vater. Sie umarmten einander und weinten Freudentränen. Die Mütter hatte während des Gespräches die Stimme ihrer Kinder erkannt und eilte herbei und alle weinten vor Freude. Sie erzählten einander ihre Erlebnisse. Der Fürst sagte seinen Kindern, sie mögen fromm sein und Gott dienen* so werde der Herr ihnen allzeit helfen: Und wenn Gott einem Übles tun will, So werden seine Freund* alle schweigen still, Sie werden ihm nicht helfen noch raten, Sie werden von ihm weichen und werden sagen: „Er ist übel beraten". So bleibt derselbe Mensch allein, Unter tausend sagt keiner: ,>Du bist mein". So aber Gott den Menschen wohl will, So Werden seine Feinde schweigen still, Und Wenn der Feinde waren noch so viel." Die Schiffer sahen und hörten dieses. Und viele von ihnen nahmen das Judentum an und auf der Insel entstand eine schöne Gemeinde. 140