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Nach dem Tode Theodor Herzls. Von ACHAD-HAAM. (Aus der Einleitung zum zweiten Bande seiner gesammelten Schriften.) Aus dem Hebräischen übertragen von ERNST MÜLLER. ... Zu der Zeit, als das ganze Buch beinahe schon im Druck vollendet war, er…
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Folgen jeder historischen Tat sind wieder so verwickelt, daß es für einen Zeitgenossen überhaupt unmöglich ist, sie nach allen Seiten zu sehen und zu begrenzen. Manchmal erscheinen uns die Taten ganz und gar nicht auf das gesuchte Ziel hin …
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stündlichen Lebens aus die fernen Folgen solch einer großen Bewegung in ihrer Ganzheit zu sehen und Vor- und Nachteil jeder Tat für sich genau abzugrenzen.-- Indes ist eines über allen Zweifel erhaben: in kurzer Zeit eine große Bewegung zu …
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Ich meinesteils glaube somit, daß der Tod des Führers in naher Zukunft eine Verengerung der Bewegung mit Notwendigkeit nach sich ziehen wird. Sei sein Stellvertreter wer immer — sein Platz wird nicht ausgefüllt werden: persönlicher Glaube k…
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Wirklichkeit erbarmungslos die Fäden, die die Phantasie gewoben, zerreißt und sie selbst an ihrem Werke hindert. Nach dem Tode des Helden hingegen, da die Phantasie des Volkes seitens der Wirklichkeit kein Hemmnis mehr hat, dann webt und we…
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Edmund Wengraf. Theodor Herzl. Im Westen — hört! da trauern sie und klagen Um einen Geist voll Anmut und Geschmack, Er wußte, was er sagte, fein zu s…
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Gab er uns Fluchbeladenen, Bedrückten, Gab er uns einen Traum, ein Ideal. Er ließ uns einen neuen Himmel blauen, Er ließ uns fern, im blassen Morgenrot Das Land der Väter, Zions Türme schauen Ach, unser König und Prophet ist tot!« Seltsames…
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Des Baßgeigers „Sch'ma Isroel". Von J. L. PEREZ. Aus dem Jüdischen übertrafen von SIEGFRIED SCHMITZ. I. n Tomaschow, einem kleinen jüdischen Städtchen in Polen, erschien einst an einem schönen klaren Sommertage ein fremder junger Mann. Kein…
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oder nicht verstanden. So ist der ganze Botengang nutzlos. Nun steht er da, der unnütze Bote, und lächelt verlegen und streckt bittend die dürre Hand aus, die ein Stückchen Brot heischt. Denn an's Essen hat er während seines Botenganges gan…
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Der Bürger lächelt. „Aber hast du keinen andern Vater?" „Nein!" „Und deine Mutter?" „Muß man denn eine Mutter haben?" Der Jude lacht, daß ihn alles schmerzt. Ängstlich fragt der junge Mensch: „Darf ich schon gehen?" „Gleich darfst du gehen.…
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Da nimmt der junge Mann sein Tonpfeifchen aus der Tasche und pfeift. Wie der Ton beginnt, geht Bewegung durch die Regionen unter dem Himmel; Scharen von Vögeln sammeln sich in der Höhe und lauschen . . . Und der sie zusammengeführt, sieht l…
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und lief eilends ins Beth-Hamidrasch; dort erzählte er in der Pause zwischen dem Mincha- und dem Abendgebet voll Stolz, was er alles durch seine klugen Fragen aus dem sonderbaren Menschen herausbekommen habe.. III. Diese interessante Unterr…
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der verschwundene Baßgeiger. Neues gibt es da nichts, denn gefunden ward er noch nicht. Plötzlich fährt ein Bauer mit einer Fuhre auf dem Markt ein. Er hat den Baßgeiger erfroren aufgefunden ... In Hast und Eile trägt man den Leichnam zu Gr…
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die Begleitungfür eine andere Kapelle, die irgendwo in weiter Ferne spielt und keiner hört sie, nur er selbst. Anfangs gab es deshalb Verdruß, aber mit der Zeit gewöhnte man sich daran. Wenn man beim Gutsherrn spielte, da hatte man ein Mitt…
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zugegen sein, alle möglichen Stände: Reiche, Bürger, Gelehrte, Rabbonim, Dajanim. Und drei Musikkapellen werden spielen: die Krakauer, die Lubliner und natürlich auch die Tomaschower. Fast am Ende der Stadt steht ein großer Schuppen, wo im …
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Plötzlich bricht alles ab, als wären alle Saiten gerissen, alle Hörner geplatzt. . . . Stille. Und in der großen Stille hört man es: Bü—bu—buu . . . Abraham, der Baßgeiger, spielt weiter . » . Alle Augen heften sich auf ihn. Keiner rührt si…
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Bu—bu—buu — tönt es weiter durch den Raum. Die Menge schweigt wie gebannt. Da hebt der alte Bettler die rechte Hand und das Dach spaltet sich und seine beiden Hälften legen sich um. Und wo eben noch das Dach war, dort blickt der Himmel in d…
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Nach einer" Originalradierung des Hermann Struck. Der Bettler.
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Siegmund Werner. Letztes Glück. Hab' doch so manchen bösen Tag In Leid und Schmerzen hingebracht, In Pein und Kummer manche Nacht Gelauscht gar bang dem Stundenschlag, Und liebte lichten Sonnenschein Und Frühlingslust und Liederpracht, Und …