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— 56 — notgedrungen kämpfen, um sich als Partei Raum zu verschaffen. Daher wird sie bei uns, wo es sich nicht um den Kampf der Dogmen handelt, unabweislich auf die liturgische und die rituelle Kultur hingedrängt. Daher auch wird ihr die Pol…
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— 57 — mehr mit der ergiebigen Macht des Gefühls dem Herz und Ohr des Kindes eingepflanzt wird, woher sollen alsdann in den Ländern gesteigerter Kultur die Kräfte kommen und in ausreichender Weise sich nacherzeugen, welch« das Erbe unserer …
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… Dann folgten die ersten russischen Greuel. Neumann organisierte das russische Hilfskomitee und verfasste gemeinsam mit Theodor Mommsen den Aufruf zur Hilfeleistung. Auch die Alliance veranstaltete auf sein Betreiben hierzu eine Delegierten-Versammlung in…
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— 59der jüdischen Lehrerinnen ein. Auch dürfte auf seine nachdrückliche Anregung die Einführung des jüdischen Religionsunterrichts an den städtischen Lehranstalten zurückzuführen sein. Den Dreyfuss-Prozess würdigte er nach seiner historisch…
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- 00 — Sicherlich war es berechtigt, dass, nachdem die Alliance lauge bestanden hatte, in England und in Oesterreich und so endlich auch bei uns in Deutschland eigene Ililfsvereine ins Leben traten, je mehr die Not unserer Glaubensgenossen …
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- M - haltung des Judenturas, seiner Religion und seiner Literatur erforderlich sind. Wir haben in unserem verewigten Freunde die modernen Kulturmotive erkannt, welche seine Wirksamkeit als Medizinalstatistiker und. als sozialer Hygieniker …
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— n*i — (Bericht des Kuratoriums). Berlin 1897. — Ansprache z. 25jähr. Jubiläum der Lehranstalt f. d. Wissenschaft des Judentums. Berlin, o. J. (1897). D. Die postumen Briefe der Kaiserin Augnsta und ihre Echtheit Berlin 1893. 2. Artikel in…
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Gustav Salomon Oppert. Gedächtnisrede des Dozenten Dr. A. S. Yahuda. Meine Damen und Herren! Aus dem Munde unseres allverehrten Altmeisters haben Sie soeben eine Schilderung des Lebenswerkes und der hervorragenden Verdienste eines Mannes ve…
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4 - 64 — Oppert war in erster Linie eine Gelehrtennatur: Er fühlte sich nirgends sicherer und wohler als in seiner Studierstube. Ihm war das Glück eines Lebens beschieden, das frei von persönlichen Anfeindungen und Verfolgungen, fern von de…
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…kte und die Bedeutung der allgemeinen wissenschaftlichen Bestrebungen erkannte. Darum wurde er auch am Hofe des Kaisers Leopold I. von Oesterreich geschätzt und geachtet, und er erfreute sich der persönlichen Huld des Kaisers, die ihm bei seinen Unt…
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- 66 — deutschen Ankömmlingen die Wege zu Handel und Industrie in jenem fernen Lande gewesen. Aber auch in diesem grossen Kaufmann lebte ein wissenschaftlicher Geist, und er legte seine langjährigen Reisebeobachtungen und Reisestudien in zw…
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— 67 — den Besitz der Bodleiana gelangt sind. Mit grosser Liebe und seltener Hingabe widmete er sich dieser Arbeit und führte sie in auffallend kurzer Zeit in mustergültiger Weise zu Ende. Der Lohn blieb nicht aus! Schon kurze Zeit hierauf …
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und seine schönsten Lehrerfolge errungen. Es ist erstaunlich, wie er es verstanden hat, so weit entfernt vom Zentrum der Wissenschaft in Europa, sich auf dem Laufenden zu halten und den Gang der wissenschaftlichen Forschung auf mannigfachen…
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— 69 — bindungsfäden nicht sichtbar sind. Neben sorgfältigen, mit aller Gewissenhaftigkeit einer fast pedantischen Variantenakribie durchgeführten Editionen indischer Texte lieferte er ein stattliches Werk über die Geschichte der indischen …
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— 70 — beherrschten nicht sein Inneres, beeinflussten nicht seine religiöse oder ethische Ueberzeugung. Die heidnische Götterwelt blieb ihm für immer fremd, die buddhistische Lebensentsaguug vermochte ihn nicht zu begeistern. Der Buddhismus…
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- 71 — dischen Quellen zu ermitteln suchte. Seine Forschungen auf diesem Gebiete sind grundlegend, und wie in seinen anderen Schriften, so zeigt sich auch hier der vielseitige und umsichtige Gelehrte, der alle Materialien aus verschiedenen …
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— 72 — zu einer noch höheren fortschritt, ohne dem Schicksal anderer viel grösserer Kulturnationen zu verfallen. Er war innerlich begeistert für das Volk der Ewigkeit, das Volk der Unsterblichkeit, das Volk des höchsten religiösen Prinzips,…
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— 73 — ihm draussen in der grossen Welt versagt bleiben musste. Er dachte es sich als eine Belohnung für die vielen Mühen eines langen Lebens, für den Nutzen, den man sich selbst und seinen Mitmenschen gebracht hat. Würdigen armen Menschen …
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— 74 — moinen, ihrenmodernenfortschrittlichenGeist (1 ad u r c h zu dokumentieren, dass sie auf die „Judensch u 1 e" herabsehen. Er kannte den grossen Nutzen und Wert der jüdischen Wissenschaft für die all gemeine Wissenschaft, er wusste au…
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…neres, dauernderes Denkmal hätte er sich nicht errichten können. Wenn wir uns heute versammelt haben, Gustav Oppert und Salomon Neumann durch eine Gedächtnisfeier zu ehren, so erfüllen wir eine teuere Pflicht diesen zwei Männern gegenüber, die uns Vorbild…