Mannheim
Compact Memory
50 pagesSort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
462
190219171933
  1. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    Jahrg. 1. Berlin, Januar 1903. No. 10. Den „Vereinen Jüdischer Studenten" (im B. J. C.) anlässlich des 3. Kartelltages in München. Gewidmet von Richard Bragenheim=Giistrow. „Hilf Dir selbst!" heisst Euer Wort der Losung, In dem Kampf um Wah…

  2. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    162. Nr. 10. Abrechnung. Nach Ablauf der Wahlen zur Lesehalle wollen wir noch eine Abrechnung halten mit den Parteien, die für uns in unserem Kampfe in Betracht kommen. Dazu rechnen wir nicht die antisemitischen Gruppen, die das Wort „deuts…

  3. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    ■__Nr. 10. _ _ _ P3-^ Den Wahlaufruf las ich aufmerksam durch, nicht aus Höflichkeit, nicht um mich zu bekehren von meinem reaktionären Nationaljudentum, sondern nur aus sachlichem Interesse. Denn am Abend vorher war in der Studentenversamm…

  4. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    164. . , . . begrüsst h^t. Dann aber haltet Euch vor Augen, wohin Euch: Euer verbohrtes Trotzjudentum führen wird! Ihr. seht nicht die offenen Tore des Ghetto, in die Ihr unter dem Beifall V.D.Ster und V.D.Ster Genossen blindlings hineineil…

  5. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    Nr. 1.0. 165. anwenden wird. Einem solchen Widerspruch zwischen Wort und Schrift gegenüber kann man nicht von Doppelzüngigkeit reden, denn es wurde nur einmal gesprochen und das andere Mal — geschrieben. Sollte sich aber vielleicht eine vie…

  6. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    166. abgegeben worderi sind, wie im Vorjahre. Entweder haben diese Finken Herrn Hase und die 18 Mann, die sich mit ihm ehrlich* der Wahl enthalten haben, Lügen gestraft — und wir werden uns in Zukunft vorsehen1, wenn von „der Stellungnahme …

  7. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    167. Zufall auf zwei Seiten verteilt, sind sie schon lange eins in ihrer Strebungen und Wünschen, der Assimilation um jeden Preis,, wenn wir von den wenigen Ausnahmen absehen. Und so wenig ich gegen die gesunde Grundidee der Finkenschaft ei…

  8. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    Nr. 10. Judengesetze, die zu Anfang des Jahrhunderts ergingen, setzten sich offen als Ziel, es zu vernichten. Der Vater des preussischen Judenedikts von 1812, Kriminalrat Brandt, sah seinen eigenen Worten zufolge in diesem „ein gut anschlag…

  9. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    Nr. 10. 169. zu versumpfen, doch wer wüsste die rechten Mittel, diese grossen sozialen Bewegungen im Judentum zu leiten und zu dämmen? Nicht etwa, weil wir von Natur ungesellige Wesen wären, weil wir zur Isolierung neigten, sind solche Zust…

  10. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    …England taten sich bald Juden auf allen Gebieten öffentlichen Lebens hervor. Im 18. Jahrhundert waren es Jacob Mendana, David Nieto, der Mathematiker Sarmaito, Gompertz, Emanuel Mendes da Costa, der Bibliothekar der Royal Society, Sjr Salomen Medina u…

  11. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    Nr. 10. 171. in hohen jüdischen Kreisen das Bestreben vor, Kinder mit Christen zu vermählen. Kinder aus solchen Ehen werden ohne die Taufe als Christen erzogen. Sodann behandelt Redner eingehend die anglo - jüdische Presse, deren Vertreter …

  12. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    172. Nr. 10. Delegiert waren aus Berlin: Bbr. Eschelbacher mit 2 Stimmen, Zucker und Rosenkranz, aus Breslau Steinitz mit 2 Stimmen, aus München Hertz und Sichel, aus Charlottenburg M. Berlowitz und Majerczik. Die Verhandlungen waren ausser…

  13. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    … „Giebt es eine jüdische Kunst?" Der Referent verneinte die Frage. In der überaus lebhaften Diskussion an der sich Herr E. M. Lilien beteiligte, die sich an diesen Vortrag anschloss, kamen die entgegengesetzten Ansichten zum Ausdruck, welche besonders …

  14. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    Nr. 10. ners, der in unserem Geiste, im Geiste aller selbstbewussten und wahrhaft jüdischen Studenten gesprochen, die die Fahne des Judentums allzeit hochzuhalten entschlossen sind. An dies äusserst lehrreiche Referat schloss sich eine lebh…

  15. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    Nr. 10. 175, München. Zu Ehren der K.-T.-Delegierten gab der V.J.St.-M. am Sonntag, dem 21. Dezember, in den festlich geschmückten Prinzensälen des Cafe Luitpold einen Festkommers mit darauffolgendem Ball, der einen wahrhaft glänzenden Verl…

  16. 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

    …chen Fortschritts betrachtet, eine Notwendigkeit sei. — Am Montag, dem 24. November 1902, wurde die grosse Rede von Dr. Nathan Birnbaum auf dem I. Zionistenkongresse in Basel vorgelesen, als eins der vorzüglichsten Dokumente über das Verhältnis der jüdisc…

  17. 1903-02-01 · Heft 11 (Februar 1903) · p. [Seite]

    Die Urteile über Babel und Bibel. Durch die Vorträge des Herrn Prof. Delitzsch am 12. Januar 1902 und am 12. Januar 1903 ist die Assyriologie hoffähig geworden. Ueber den ersten Vortrag haben wir seiner Zeit1) referiert und auseinanderzuset…

  18. 1903-02-01 · Heft 11 (Februar 1903) · p. [Seite]

    178. Nr. 11. nur an. In einer sichtlich vom Hass und Zorn über die gegen ihn gerichteten Angriffe diktierten Weise setzte Delitzsch auseinander: „Es gibt keine grössere Verirrung des menschlichen Geistes als den Glauben, die Bibel seieine p…

  19. 1903-02-01 · Heft 11 (Februar 1903) · p. [Seite]

    Nr. 11. 179. Frey (Fritsch) zu finden. Auch dort spricht man wie Delitzsch von dem Qotte der Juden,, der „zur Abendzeit spazieren geht" und bei Abraham „Kalbsbraten speist". Auch dort hält man angekränkelt von moderner Kultur, die statt „Ho…

  20. 1903-02-01 · Heft 11 (Februar 1903) · p. [Seite]

    180. Nr. 11. Für die Antisemiten von Profession war diese ganze Affaire wieder einmal ein gefundenes . . Essen. Man konnte sich hier wieder einmal recht auspoltern und hatte dafür noch — man denke —- einen Gewährsmann. Weniger zufrieden war…