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Der jüdische Student · 1903-01-01 · Heft 10 (Januar 1903) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 10 (Januar 1903)
Date
1903-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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164. . , . . begrüsst h^t. Dann aber haltet Euch vor Augen, wohin Euch: Euer verbohrtes Trotzjudentum führen wird! Ihr. seht nicht die offenen Tore des Ghetto, in die Ihr unter dem Beifall V.D.Ster und V.D.Ster Genossen blindlings hineineilt. Anfangs- und Schlussabschnitt sind modifiziert, jedoch mit Quellenbenutzung. Die diesjährige Intelligenz der F. W. V. reichte also nur aus, um 2 kleine Zusätze einzufügen; aber die sind ganz interessant, besonders der letzte. Man stellt für Ausländer und Juden einen schwarzen Mann auf, vielleicht fürchten sich einige Kinder. Diese spasshaften Anekdötchen können wir mit behaglichem Lächeln erzählen. Eine etwas eindringlichere und ernstere Auseinandersetzung aber möchten wir noch mit der Finkenschaft vornehmen, um das Konto, das sie sich in dieser Wahlperiode erworben hat, wenigstens in etwas zu begleichen. Nach den Ausdrücken der Anerkennung und Achtung, die Herr Hase in der Versammlung des V. J. St. grade den Worten zionistischer Redner hatte zuteil werden lassen, mussten wir annehmen, dass er nicht nur die allgemeinjüdischen Bestrebungen des V. J. St., sondern auch unsere nationaljüdischen und zionistischen zu verstehen und zu würdigen im stände war. Durch Zufall kam ich nun in Besitz der vom Rektor inhibierten Nummer 14 der Hochschulzeitung, in deren beiden Artikeln er — pardon! die Autoren H. und —e. vielmehr — einen davon sehr abweichenden Ton anschlagen. Es lohnt sich, die freiheitliche Gesinnung, die aus diesen Zeilen spricht, etwas niedriger zu hängen, denn aus dem gesprochenen Wort allein erhält man nicht das rechte Bild. „Die V. J. St.er wollen das nationale Judentum stärken, mit dem deutschen Volke sich nicht vermischen, sie wollen hinaus — ja, und das will der V. D. St. doch auch, dass sie endlich hinaus sollen, die Nationaljuden. Vortrefflich, dann ist ja beiden gedient, und sie haben dasselbe Interesse!" „Sie (die Nationaljuden) wollen Gleichberechtigung mit den Ariern — wofür, wozu? .... wer sich aber exklusiv verhält und sein Deutschtum leugnet und eigenen nationalen Judentumsideen nachgeht, der verwirkt nach der Ansicht dieser machtvollen Majorität, welche die Werte prägt, den Anspruch auf Gleichberechtigung, und dieser, der Nationaljude, der Zionist, bekommt für diese Mehrheit das Aussehen und Ansehen der Staatsfeindlichkeit." Die beste Kritik dieser 'Sätze liegt in der Tatsache, dass dasselbe Argument auch aus dem Munde eines Antisemiten vom Schlage Dr. Wendlands uns entgegengehalten wurde. Mag sich Herr H. mit Dr. Wendland weiter darüber auseinandersetzen. Neugierig darf man nur sein, ob Herr H. diese Worte auch auf die Deutschen in Nordamerika oder in den russischen Ostseeprovinzen

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