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  1. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 1 · Fritz Reuter und die Juden

    Im deutschen Reich. Leilschrift des Cevtralvereivs devtscher Staatsbürger judrschev Glaubens. Erscheint zwölfmal im Jahre. VI. Jührg. Berlin, Januar *900. Rl. 1. Fritz Reuter und die Juden. Don Joseph Schrattenbolz. Sin antisemitisches Blat…

  2. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 2 · Fritz Reuter und die Juden

    3 2m deutschen Reich. zu athmen beginnt. Eine solche geistige Wiedererweckung ist nur dem berufenen, geistverwandten BiographenTund I Forscher möglich, dem dafür die rückhaltlose Anerkennung jedes Literaturfreundegebührt. Die erste Auflage …

  3. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 3 · Fritz Reuter und die Juden

    Fritz Reuter und die Juden. s gnügen aber habe ich den alten Moses genau abgezeichnet." Der „alte MoseS", mit seinem vollen Minen MoseS Isaak Salomon, stammte aus Reuter's Vaterstadt Stavenhagen. Geboren wurde er 1768 und starb 1837. Er war…

  4. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 4 · Fritz Reuter und die Juden

    4 3m deutschen Reich. schreiben zu der Sendung charakterisiert des Dichters Stellung zu dem jüdischen Freunde in ebenso beredter als wohlthuender Weife. „Nicht weil Dein und Deines Schwiegersohnes Name in dem betreffenden Zeitungsartikel ge…

  5. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 5 · Fritz Reuter und die Juden

    Fritz Reuter und die Juden. b Anna, die Tochter des guten Liebmann, die Reuter in dem Briese grüßen läßt, besaß besonders schöne, dunkle Haare, die sie als junges Mädchen in langen Zöpfen trug. Sie ist „de lütt Dkzessor", auch de „lütte Ann…

  6. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 6 · Fritz Reuter und die Juden

    …hung meist verwünscht mager. Wir huldigten und huldigen auch heute noch der Ansicht jene» französischen Diplomaten, der Ferdinand Hiller, dem genialen Kölner Musikdiregrnten, einmal da» bon mot zurief: „Le genie c’est la faim!“ Aber schon vor vielen hunder…

  7. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 7 · Carl Gottlieb Hauptmann

    7 Carl Gottlieb Hauptmann, ein deutscher Uolksdichter. Von Eugen Isolnni (Dresden). Micht zu den großen, himmelaufragenden Bäumen im deutschm Dichterwalde, nicht zu den Fürsten im Reiche der deutschm Poesie gehört der greise Dichter, von de…

  8. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 8 · Carl Gottlieb Hauptmann

    8 Im deutschen Reich. dichtete in seinen Mußestunden, und zu den zahlreichen Beweisen der Anerkennung, welche seine Gedichte fanden, gehörte auch eine Kaiser Wilhelm'-1., der ihm vor etwa 20 Jahren ein namhafte» Geldgeschenk übersandte, „al…

  9. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 9 · Carl Gottlieb Hauptmann

    <£arl Gottlieb Hauxtmann. S wohl hat er sich durch das Weberhandwerk mit Mühe und Fleiß bescheiden und anspruchslos durch das Leben geschlagen. Wer jede Gelegenheit nahm er wahr, sich weiter zu bilden, und da man in ihm einen Mann mit Helle…

  10. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 10 · Carl Gottlieb Hauptmann

    10 Im deutschen Reich. Aber die poetische Beschäftigung, das Sinnen und Sagen über Gott und die Welt und viele andere Dinge hat ihn über vieles Niedrige und Widerwärtige auf seinem Lebenswege hinweg» geholfen, so daß er nun, ein Greis an de…

  11. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 11 · Carl Gottlieb Hauptmann

    Carl Gottlieb HaupLrnann. 11 Stufe des Ruhmes zu erreichen vermochte. Nichts mehr strebte er an, als aus seinen „sittlich wohlgrmeinten" Poesieen finnigen und verständigen Menschen im Geiste die Hand zu drücken. Ich lasse hier zum Schlüsse …

  12. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 12 · Carl Gottlieb Hauptmann

    12 3m deutschen Reich. Doch sieht man sich mit Hellen Sinnen Dies Treiben frei und offen an, So wird man bald den Schluß gewinnen. Daß es beweget jedermann, Gleichviel, wess Glaubens, Volks und Stand's- Ob angehörig welchen Lands; Ein jeder…

  13. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 23 · Berlin

    Korrespondenzen. Hfi Berlin, 20. Januar. Ter Central-Ausschuß des Rabbiner-Verbandes in Deutschland tagte am 37. v. Mts. im Repräsentantenfaal der jüdischen Gemeinde unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiners Dr. Maybaum; anwesend waren die Herr…

  14. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 24 · Berlin

    24 Im deutschen Reich. Sittenlehre des Islams und ihre Beziehungen zum Judenthum". 5. Am 5. März. Herr Karl Emil Franzos: „Aus einem ungedruckten Roman". 6. Am 12. März. Herr Landtagsabgeordneter Dr. Max Hirsch: „Ein Stück soziale Frage, mi…

  15. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 25 · Berlin

    Korrespondenzen. 25 rnan seinen Antis emitiSmus begreiflich und verzeihlich finden. Er entspringt einem Gefühl des Neides auf die „Judenpresse"« Kein Börsenblatt würde riskieren, auf s o gelungene Weise, wie hier der Wächter deutscher Sitte…

  16. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 26 · Breslau

    26 3m deutschen Reich. Dortrag über „Studententhum und Antisemitismus" etwa Folgendes ausführte: Für den Juden sei eS ein Gebot der Selbstvertheidigung, alles kennen zu lernen, was auf seine rechtliche und wirtschaftliche Stellung Einfluß h…

  17. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 27 · Breslau

    Korrespondenzen. 27 „Grätz" Herr Bruno Freund einen Vortrag über „die soziale Gesetzgebung der Juden" gehalten und eingehend ausgeführt hat, daß in der Bibel alle Einzelheiten einer sozialen Gesetzgebung (Armenwesen, Wittwenunterstützung u.…

  18. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 48 · Dr. G. Stille [Rezension]

    48 Mcherschan. Dr. G. Stille: Die deutsche Schule in Gefahr! Berlin, W. Giese, 1899. 63 S. 8°. Don dem Wartthurm der Rasse-Antisemiten ertönt der Wächterruf „Die deutsche Schule in Gefahr", und die Getreuen stimmen in den Ruf ein und hoffen…

  19. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 49 · Dr. G. Stille [Rezension]

    Bücherschau. 49 sieht der Verfasser eine Verletzung des Gesetzes vom 23. Juli 1847 und eine Beeinträchtigung der verfassungsmäßigen, durch den Landtag zu vollziehenden Bewilligung des Etats. Kein Wunder, denn er interpretiert § 62 des Geset…

  20. 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 50 · Dr. G. Stille [Rezension]

    50 3m deutschen Reich. daß man ihm „nicht die Benutzung einseitig antisemitisch gefärbter Quellen wird nachsagen können". Nur seine Leser, die ihm alles nachsagen, waS er ihnen vorsagt, werden ihm das nicht nachsagen wollen. Ebenso unglimpf…