Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 6 (1900)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1900)
- Article
- Berlin
- Date
- 1900-01-01
- Page
- 24 (sequence 2)
- Language
- German
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24 Im deutschen Reich. Sittenlehre des Islams und ihre Beziehungen zum Judenthum". 5. Am 5. März. Herr Karl Emil Franzos: „Aus einem ungedruckten Roman". 6. Am 12. März. Herr Landtagsabgeordneter Dr. Max Hirsch: „Ein Stück soziale Frage, mit Rücksicht auf die Bibel". Einlaßkarten k 5 Mk. für den ganzen Cyklus, k 1 Mk. für eine Vorlesung sind zu haben bei Herren Gebr. Friedländer, Unter den Linden 28, und am Eingang in den Saal. Das „Berliner Tageblatt" berichtete am 2. d. Ms.: „Die Verurtheilung des (antisemitischen) Rechtsanwalts Schwindt wegen Gebührenüberhebung zu einer Geldstrafe von 500 Mk. hatten wir am Sonntag gemeldet. Nun erhalten wir von dem Genannten das nachstehende Schreiben: „Wie mir zu Ohren kommt, soll eine Gerichtskorrespondenz über mich die Nachricht verbreitet haben, daß ich vom Ehrengericht der Anwaltskammer zu einem Verweise und 500 Mk. Geldstrafe wegen Ausplünderung eines von mir angeblich vertheidigten armen Dienstmädchens verurtheilt worden fei. Ich erkläre hiermit, daß diese Nachricht nicht den Thatsachen entspricht. Ich bitte Sie daher, von dieser unwahren Nachricht in Ihrer Zeitung gütigst keinen Gebrauch machen zu wollen." Unseres Erachtens ist dieser „Brustton der Entrüstung", den Herr Schwindt nun auch schriftlich anschlägt, durch die Thatsachen keineswegs gerechtfertigt. Auch uns war die von ihm erwähnte Nachricht durch einen hiesigen GerichtsberichterstaLter zugegangen. Wir stellten Recherchen an und erfuhren an absolut maßgebender Stelle, daß eine Bestrafung des Herrn Schwindt zwar nicht mit einem Verweise, jedoch mit Geldbuße erfolgt sei. Diese Thatsache kann Herr Schwindt nicht berichtigen." Unter der Spitzmarke „Deutsche Ehrlichkeit" berichtet der „Vorwärts": „Eine große Berliner Kunsthandlung erhält kürzlich das folgende Schreiben, das dem „Kunstwart" im Original vorliegt: Das ganze Jahr über machen wir für Sie durch Besprechung Ihrer Ausstellungen Reklame, die uns schweres Geld tostet. Uns dafiir hin und wieder durch Inserate zu entschädigen, das fallt Ihnen aber nicht ein. Hand wird aber nur von Hand gewaschen, und wenn Sie uns nicht berücksichtigen, dann stellen wir eben die Referate über Ihre Ausstellungen auch ein. Hochachtungsvoll „S t a at s b ü r g er- Z e i tung". Dazu bemerkt der „Vorwärts": „Wenn man von dieser kleinen Revolverleistung des ollen, ehrlichen Staatsbürgers vernimmt, wird