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Im deutschen Reich · 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 5

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 1 (Januar 1900)
Article
Fritz Reuter und die Juden
Date
1900-01-01
Page
5 (sequence 5)
Language
German
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Fritz Reuter und die Juden. b Anna, die Tochter des guten Liebmann, die Reuter in dem Briese grüßen läßt, besaß besonders schöne, dunkle Haare, die sie als junges Mädchen in langen Zöpfen trug. Sie ist „de lütt Dkzessor", auch de „lütte Anna", Luise Havermann's Freundin aus der „Stromtid", wo es Kap. 34 heißt: „De Bader von de lütte Anna was en Doktor, un en Titel hadd hei gor nich; äwer hei hadd wat Beteres, hei hadd en Hart för de Armauth." Mit diesem Zeugniß stimmt auch die Erzählung eines hochbegabten Einwohners von Staoenhagen überein, daß beim Leichenbegängniß Dr. Liebmann's (25. November 1674) die Bürger hinter seinem Sarge gegenseitig sich zugerufen haben: „All tausamen, wie wi hier gähn, — schüllig sünd wie em all wat!" — — Ein intimer Verkehr verband unseren gefeierten Humoristen auch mit dem Sanitätsrath Dr. Michel Marcus in Änklam, den er in dem Lauschen „de swarte Pocken" als Doktor Michel verewigt hat. „Die Sache" — so erzählte Marcus — „hat sich wirklich ähnlich zugetragen; auch existiert über dasselbe Thema ein dreiaktiges Lustspiel. Selbst das besonders betonte Wort „min Söhning" hat Beziehung; ich soll nämlich als junger Mensch in meiner pommerschen Gemächlichkeit zu einem älteren Herrn „min Söhning" gesagt haben. Da brachte im November 1858 die „Stralsuuder Zeitung" die Nachricht, Reuter, der abends zuvor noch bei mir gewesen, sei gestorben. Ich schrieb an die Redaktion ein paar Zeilen und wiederholte in denselben die Worte, dieselben, die er im Läuschen von mir gebraucht: .In diese Zeirung slunn: .Friy Reuter, de is dood." Ach ne, min Töhnings, ne. dat brukt Ji nich tau glowen Tenn grad in diesem Jahr giwl't velcn Wien un good. Warum füll hei nich nu noch etwas bi uns lewen? Sie oll Kriind Michel, de ümmcr switisirt Un up de Landsiral' rümslankirt." „Darauf erhielt ich von ihm folgende Verse: „An den bekannten Flanqucur und Switiseur! Morgenroth! Morgenroch! Stralsund schlug mich meuchlings tobt! Wo einst Schill ries-in dem Thor: „End' mit Schrecken'zieh ich vor

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