Mannheim
Compact Memory
3,728 pages · page 36Sort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
19,689
176818892011
  1. 1876-01-01 · 1876 · page 136

    132 für die Thiere und umsomehr für die Menschen zu lehren1). Aus derselben Rücksicht auf unser Gemüth verbiete das mos. Gesetz (5. Mos. 25, 4), das Thier heim Dreschen am Fressen zu hindern2). C. Die Erwerbung und Wahrung geistigen Eigenth…

  2. 1876-01-01 · 1876 · page 137

    183 ist ein weit verbreitetes Üebel, zuweilen auch bei denen zu finden, die in einer bestimmten Wissenschaft sich wirklich hervorgethan haben1). Ist doch die Oberflächlichkeit gar so bequem, um in allen Disciplinen — sie mögen nun die Natur…

  3. 1876-01-01 · 1876 · page 138

    134 IV. Schlimmer als mangelhaftes ist das falsche Wissen, ist der Aberglaube mit all den bedenklichen Verirrungen in seinem Gefolge. M. spricht die feste Ueberzeugung aus, dass alle Zauberei und Zeichendeutung nichtig sei und auf Täuschung…

  4. 1876-01-01 · 1876 · page 139

    135 diger und frischer Wirksamkeit in uns erhalten, wofür wenigstens auf religiösem Gebiete das mosaische Gesetz durch seine Einsetzungen gesorgt hat1). Zweiter Abschnitt. Sittlichkeit in der menschlichen Gemeinschaft. Die Sittlichkeit, in …

  5. 1876-01-01 · 1876 · page 140

    136 Sitte auch in geringfügigen Dingen und glaubt, dass die mosaischen Reinheitsgesetze unter Anderem hierzu anleiten sollten1). III. Wir wissen bereits, wie nachdrücklich M. zur Rücksicht auf die öffentliche Meinung und zur Vermeidung selb…

  6. 1876-01-01 · 1876 · page 141

    137 nicht in den geringfügigsten Dingen darf ein Betrug Vorkommen 1). Der Geist der Billigkeit, der das jüdische Civilrecht durchdringt, soll auch uns beseelen. Dahin gehört, dass wir bei Geschäften einen Vortheil auch der andern Partei gön…

  7. 1876-01-01 · 1876 · page 142

    138 selben vorangestellt hat und erklärt dergleichen fürüberflüssig, da er im Gegentheil jeder Prüfung seiner Arbeiten sich freue1). IV. Zur Gerechtigkeit gehört schliesslich auch die Dankbarkeit für empfangene Wohlthaten. Wessen du, sagt M…

  8. 1876-01-01 · 1876 · page 143

    139 athmen Schonung, Mitleid und Gunst für die Armen, wie z. B. das Verbot der Pfändung von Gegenständen, die zum Lebensunterhalte unentbehrlich sind (5. Mos. 24, 6)1). — Acht Stufen der Mildthätigkeit stellt M. zusammen. Als die höchste de…

  9. 1876-01-01 · 1876 · page 144

    140 pfiehlt M. mit sehr humanen Worten die ägyptischen und ihnen ahnliehen wohlgesinnten Kar ä er der brüderlichen Theilnahme seiner Glaubensgenossen bei religiösen Feierlichkeiten *), erkennt in dem eben erwähnten Kriegsgesetze zugleich di…

  10. 1876-01-01 · 1876 · page 145

    141 San ftmuth ertragen lehrt M. durch sein eignes Beispiel1). Nachgiebigkeit, Gefügigkeit und Willfährigkeit sucht das mosaische Gesetz in seinen Bekennern zu fördern sowie deren Gegentheü, Härte und ungeschliffenes Wesen, zu bekämpfen2). …

  11. 1876-01-01 · 1876 · page 146

    …. Die Freundschaft aus Tugend aber beruhe auf der gemeinsamen Liebe zum Guten; diese Freundschaft sei die wahre und von ARISTOTELES empfohlene5). — M. selbst kann auch in der Freundschaft uns zum Muster dienen. Offen spricht er berechtigte Vorwürfe ge…

  12. 1876-01-01 · 1876 · page 147

    143 ungehinderter Ausdruck zu geben, denn «alle Vergehen verhülle die Liehe» (Spr. 10, 12) 1). 3. Die Vormundschaft soll, sagt M., wiewohl eine Rechen- Schaft vor Menschen, dem jüdischen Erbrecht zufolge, nicht verlangt wird, mit treuer Gew…

  13. 1876-01-01 · 1876 · page 148

    …ba in JErub. 54 b und mit Anführung von Ab. II, 5 und Ketub. 108 b. ׳ 2) Zu Nedar. IV, 8; H. T. tor. I, 7; Brief an Ibn Aknin in der vollständigem Fassung, ־wie sie in der Eint, zu Birkat Abraham, Lyck 1859, vorkommt: ואמנם מה שזכרת מהליכתך לבנד…

  14. 1876-01-01 · 1876 · page 149

    145 Richter mit sieben Eigenschaften ausgestattet sein: mit Wissen, Demuth, Gottesfurcht, Abneigung gegen eignen (unstatthaften) Vortheil, Wahrheitsliebe, Beliebtheit, gutem Rufe1). 3. Jeder einer höheren Eingebung folgende (prophetische) H…

  15. 1876-01-01 · 1876 · page 150

    146 I. Hinsichtlich des Familienlebens kommen hier in Betracht die Heiligkeit der Ehe, die Liebe unter Verwandten, die Ordnung des Hauses und — für die ehemaligen Zustände — die Humanität den Sklaven gegenüber. 1. Die Heiligkeit der Ehe \yi…

  16. 1876-01-01 · 1876 · page 151

    147 um seinen Bruder David, der im indischen Ocean den Tod gefunden hatte1). 3. Die sittliche Ordnung des Hauswesens beruht auf der Autorität der Eltern oder des Vaters. Darum, sagt M., straft das mosaische Gesetz Denjenigen mit Strenge, de…

  17. 1876-01-01 · 1876 · page 152

    148 lösung des Staatsverbandes nur in politischer Hinsicht aufgehört; in der geistigen, religiösen und sittlichen Gemeinschaft seiner Lehre und seines Lebens sowie in dem Gefühle der Zusammengehörigkeit unter seinen einzelnen Gliedern ist e…

  18. 1876-01-01 · 1876 · page 153

    149 durfte es auch da nicht, wo Israels Religion die herrschende war. Nur die selbstverständlichen Gesetze jedes geordneten Zusammenlehens und die Enthaltung von öffentlichem Götzendienste seien im Israelitischen Staate von jedem Fremden ve…

  19. 1876-01-01 · 1876 · page 154

    150 Zum Schlüsse weisen wir auf das sittliche Lebensbild eines Weisen (חכם) und Schriftgelehrten (תלמיד הכם) hin, welches M. in dem ethischen Abschnitte seines MiscJmeh torah entwirft1). Die einzelnen Züge desselben haben wir, soweit sie vo…

  20. 1876-01-01 · 1876 · page 155

    …ahre getroffen worden. Der Director des jüdisch-theologischen Seminars, der es seit seiner Begründung geleitet hat, Dr. Zacharias Frankel, ist am 18. Februar aus dem Leben geschieden. Tiefe Betrübniss wird die Erinnerung an dies schmerzliche Ereigniss noch …