Mannheim
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  1. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 5

    69 Kennst du sie nicht, die Sehnsucht, die fragt: Wie wird's sein, wenn wir zieh'n in Salem ein? und die an den Särgen und Gräbern durch Thränen frohlocket: in die Stadt der goldenen Gassen, o mein Gott, ich kann's nicht fassen, was das wir…

  2. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 6

    70 denn der Weg zum himmlischen Jerusalem? Geht er nicht — sei's auch nur im Geist und Glauben — über das irdische Jerusalem? verbinden nicht mit Jerusalem, der heiligen Stadt, mit Palästina, dem heiligen Lande, die heiligsten Erinnerungen …

  3. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 7

    71 fern: die Feinde des Herrn die gewaltigsten Zeugen für die Wahrheit seines Evangeliums. Darf das so bleiben in Jerusalem, im heiligen Lande? Darf die evangelische Christenheit sie ohne Wehe und Vorwurf sehen, die Trümmer und den Bau aus …

  4. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 8

    78 hall findet im Herzen der Seinen: so laßt uns auf sein!? Und ich sagte ihnen an die Hand meines Gottes, die gut über mir war, dazu die Worte des Königs, die er mir geredet hatte: seht da den doppelten Grund, auf den Nehemia's Hoffnung ge…

  5. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 9

    73 euch und wie er trefflich auch unsere Hoffnung zeichne Angesichts der Mahnung: kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems bauen! Leugnen wir es nicht: es gehört noch heut ein heiliger Muth dazu, Angesichts aller Schwierigkeiten und Hemmnisse,…

  6. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 10

    74 Schutz? Hat der Herr nicht, wie einst zu seinem Knechte, dem Kores, so vor dreißig Jahren zu unserem in Gott ruhenden Könige gesagt: der ist mein Hirte, der soll meinen Willen vollenden, daß man sage zu Jerusalem: sei gebauet? und hat de…

  7. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 11

    75 Gott stritt für sie. Und willig thaten die Herzen und die Hände sich auf und das Volk gab: die Reichen von ihrem Reichthum und die Armen von ihrer Armuth. Und der Gott vom Himmel ließ es ihnen gelingen und die Steine wurden wirklich lebe…

  8. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 12

    w WWWW 76 Lande: aber die Mauern Jerusalems blieben zerbrochen und die Städte Juda's ungebauet. Kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems bauen! Das bedeutet ja auch das vieltausendstimmige: Gott will es! Gott will es! mit dem im langen, jahrhu…

  9. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 13

    77 Mauern Jerusalems bauen will. Und unsere Betheiligung an dieser Arbeit? Mit einer Hand bauten sie, mit der anderen hielten sie die Waffen — darin laßt sie uns vorgezeichnet erkennen. Wollen wir keinen Stein in die Mauern Jerusalems fügen…

  10. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 14

    78 und auch jetzt noch, wenigstens theoretisch, gehört, hängt mehr von der Gesinnung der Bürger als von der obrigkeitlichen Gewalt ab. (Jeder, der sich längere Zeit in Amerika aufgehalten hat und einigermaßen im Lande herumgereist ist, wird…

  11. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 15

    79 theilnehmende andere Christen, die das Werk unterstützten, allein sie wurden gar zu bald müde. Den Einen schien es zu langsam von Statten zu gehen; -sie frugen den Missionar schon nach kurzer Zeit seiner begonnenen Wirksamkeit, wo er den…

  12. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 16

    80 gelernt, aber fast unter den Predigern einer jeden unter ihnen wackere Streiter des Kreuzes aus Israel gefunden; darunter solche, die schon über dreißig Jahre getauft sind, bedeutende Stellungen in ihrer Kirche einnehmen und im sichtbars…

  13. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 17

    81 hätte, dem stillen Jünger Jesu Christi das Leben unmöglich zu machen. Nicht nur, daß man ihn über Tisch und sonst mit den gemeinsten und frivolsten Spöttereien quälte, nein, es kam manchmal sogar zu Thätlichkeiten, so daß man ihm, wenn e…

  14. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 18

    82 sehr, woher haben Sie diese Macht, des Todes zu spotten und die Bosheit der Menschen durch Liebe zu überwinden?" Gobat's Stunde war gekommen; er predigte nun das Evangelium, das er vorher gelebt hatte, und der vorher so stille Evangelist…

  15. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 19

    83 Repräsentation in dem Stammlande des Christenthums zu besitzen, um auf diese Weise den behaupteten Charakter „der ältesten und eigentlichen christlichen Kirche" aufrecht zu erhalten; sondern ihr Gedanke war der einer Arbeit, welche das e…

  16. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 20

    84 Fisk und Parson. Mit ihrer Hilfe ward es dem Deputaten der Londoner Mission, Lewis Way, möglich, über die Verhältnisse in Palästina die nöthige Klarheit zu gewinnen; und so beschloß die Gesellschaft, das heilige Land ihren Arbeitsfeldern…

  17. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 21

    …kei gelegenen, sind folgende: An der klein-asiatischen Westküste die Stationen Brussa mit zwei Missionaren, Manissa bei Smyrna mit zwei Missionaren und Nicomedien mit einem Missionar. Im Innern von Kleinasien: Marsowan und Kaisarieh (Cäsarea) mit…

  18. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 22

    86 Schon im früheren Jahrgange unserer Zeitschrift (Nr. 7 u. 8) war mitgetheilt worden, daß die Gesammtzahl der im türkischen Reiche (Europa und Asien) durch die Amerikaner für die evangelische Kirche gewonnenen Eingeborenen sich auf 19,000…

  19. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 23

    87 Jerusalem seinen Einzug, 1848 wurde daselbst die erste evangelische Kirche, die der Londoner Judenmisston, auf dem Berge Zion eingeweiht. Seit 1846 ist evangelischer Bischof Samuel Gobat. Das Bisthum von Jerusalem, bekanntlich eine gemei…

  20. 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 24

    88 Stadt heranbilden. Schulen und Jndustriehäuser der Mission, letztere die Gelegenheit zur Erlernung von allerlei Arbeiten für beide Geschlechter darbietend, sollen eben hierzu helfen, ein Hospital und eine Dispensir-Anstalt dem großen Ele…