Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
29 (1873)
Issue
5-6 (1873)
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554805-2554809--05960-2561933
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

78 hall findet im Herzen der Seinen: so laßt uns auf sein!? Und ich sagte ihnen an die Hand meines Gottes, die gut über mir war, dazu die Worte des Königs, die er mir geredet hatte: seht da den doppelten Grund, auf den Nehemia's Hoffnung gegründet ist! Der Gott vom Himmel wird es uns gelingen lassen! Vor dem hat Nehemia sein Herz ausgeschüttet, als das Wehe um seine zerschlagene Heimath es ihm zu brechen drohte; vor ihm, dem großen und schrecklichen Gott, der da hält den Bund der Barmherzigkeit denen, die ihn lieben und seine Gebote halten: vor ihm hat er in Demuth bekannt die Sünde Israels, die wir an dir gesündigt haben und ich und meines Vaters Haus haben auch gesündigt. Ihn hat er aber auch gemahnt an seine herrlichen Verheißungen, von dem Worte an, das er durch seinen Knecht Mose geredet: Wenn ihr euch vergreifet, so will ich euch unter die Völker zerstreuen; wo ihr euch aber bekehret zu mir und haltet meine Gebote und thut sie, und ob ihr verstoßen wäret bis an der Himmel Ende, so will ich euch doch von dannen versammeln und will euch bringen an den Ort, den ich erwählet habe, daß mein Name daselbst wohne. Das ist der Gott, der durch den Propheten Jesaias wunderbar herrliche Gnaden verheißen: Gedenket nicht an das Alte und achtet nicht auf das Vorige. Denn siehe, ich will ein Neues machen, jetzt soll es aufwachsen. Denn ich will Wasser in der Wüste und Ströme in der Einöde geben, zu tränken mein Volk, meine Auserwählten. Nicht daß du mich hättest gerufen, Jacob, und daß du um mich gearbeitet hättest, Israel. Mir hast du nicht um Gold Kalmus gekauft, mich hast du mit dem Fetten deiner Opfer nicht gefüllt. Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen Sünden und Mühe hast du mir gemacht in deinen Miffethaten. Ich, ich tilge deine Uebertretung um meinetwillen und gedenke deiner Sünde nicht. Das ist der Gott, auf den Nehemia seine Hoffnung stellt, und der Gott läßt ihn nicht zu Schanden werden. Und noch Eines stärkt seinen Muth. Das ist die Gunst und der Schutz des Königs, der ihm Geleitbriefe gegeben an die Landpfleger jenseits des Wassers, daß sie ihn hinabgeleiten und an den Holzfürsten des Königs, daß er Nehemia förderlich sei. So seht ihr, Geliebte, gewiß die Deutung unseres Textes vor

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.