Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 5-6 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Stadt heranbilden. Schulen und Jndustriehäuser der Mission, letztere die Gelegenheit zur Erlernung von allerlei Arbeiten für beide Geschlechter darbietend, sollen eben hierzu helfen, ein Hospital und eine Dispensir-Anstalt dem großen Elende der Kranken entgegentreten. Der Erfolg spiegelt sich am besten in der Thatsache wieder, daß die Juden der ganzen Welt seitdem bemüht sind, durch ihrerseits nun auch errichtete Schulen und Hospitäler ein Gegengewicht in die Wagschaale zu werfen. Außer in Jerusalem besitzt die Londoner Gesellschaft für Israel noch orientalische Stationen in Smyrna und Damaskus. Die englische Church Missionary Society ist die nächst älteste im heiligen Lande; sie arbeitet daselbst seit 1830; in ihren Diensten hat zuerst auch der gegenwärtige Bischof Gobat gestanden. Dieselbe ' hat sich an die eingeborenen Araber gewandt und evangelische Gemeinden, derselben gebildet. In Jerusalem baut sie gegenwärtig als Ersatz für die bisherige Kapelle eine arabisch-evangelische Kirche, in Nazareth besitzt sie schon eine solche. Außerdem hat diese Gesellschaft mehrere Schulen gegründet, die neben den Schulen des Bischofs Gobat einen solchen Zuspruch von Seiten der Eingeborenen finden, daß selbst Beduinen ihre Kinder denselben anvertrauen. Die lateinischen und griechischen Concurrenzschulen vermögen trotz ihrer bedeutenden Mittel mit diesen sogenannten „Bibelschulen" nicht gleichen Schritt zu halten, und haben sich genöthigt gesehen, um nur irgendwie ihnen gegenüber bestehen zu können, die Bibel den Kindern in die Hände zu geben. Wie hoch die Araber den Werth dieser Schulen schätzen, geht aus dem einen Umstande hervor, daß für die in denselben gebildeten Mädchen bei ihrer Verheirathung ein sehr viel bedeutenderer Preis bezahlt wird, als für alle anderen (der drei- bis sechsfache). Die Jerusalemer Gemeinde der Kirchlichen Missions - Gesellschaft (Ollurcll Miss. Soc.) zählt mit den in den Außenstationen wohnhaften Gliedern 4 eingeborene Lehrer und 146 eingeborene Gemeindemitglieder. Es wird in der heiligen Stadt gegenwärtig aber auch der Versuch mit vier jungen Arabern gemacht, sie zum Missionsdienst unter ihren Landsleuten heranzubilden. Die evangelische MissionSpraris ist eben, so bald es angeht, die kirchlichen