Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 5-6 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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73 euch und wie er trefflich auch unsere Hoffnung zeichne Angesichts der Mahnung: kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems bauen! Leugnen wir es nicht: es gehört noch heut ein heiliger Muth dazu, Angesichts aller Schwierigkeiten und Hemmnisse, die die Verhältnisse des heiligen Landes noch bis zu dieser Stunde entgegenstellen, an die heilige Arbeit zu gehen, von der wir reden. Verbergen wir es uns auch nicht, daß es an Kopfschütteln über diesen ganzen Gottesbau an den zerfallenen Mauern Jerusalems bis zur Stunde nicht fehlt. Sind's bewußte Feinde, die jeder Arbeit spotten, die dem Aufbau des Reiches Gottes und nicht der festeren Gründung auf dem morschen Grunde der Erdendinge gilt, die uns auch Angesichts der Arbeit im heiligen Lande die bis zum Ueberdruß oft gehörte und doch so nichtssagende Einrede hören lassen: verzäunt doch erst die Lücken an den Mauern Zions in der Heimath, ehe ihr euch vergeblich müht, Jerusalems zerfallene Mauern aufzurichten — für sie haben wir nur die Abweisung unseres Textes: wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht und bauen, ihr aber habt kein Theil, noch Recht, noch Gedächtniß in Jerusalem; und das eben ist zugleich ihres Spottes Strafe. Sind's zagende Freunde des Reiches Gottes, die Angesichts der geringen Mittel und der Größe und Schwere des Werkes nicht den Muth gewinnen wollen, mitzubauen — sie mahnen wir an das bekannte und doch nicht genug beherzigte Wort: So ist es stets gewesen von alten Zeiten her, Daß du dir hast erlesen, was arm und schwach und leer. Daß mit geknickten Reben du deine Wunder thatst. Und mit zerbrochnen Stäben die Feinde untertratst. Der Gott vom Himmel wird es uns gelingen lassen! seht da auch unsere Hoffnung. Das ist der Gott, von dessen Gnaden- Verheißungen noch viele und die köstlichsten ihrer Erfüllung harren; den wir nicht mahnen: Gott, der du Israel aus Egypten erlöset hast, auch nicht: Gott, der du dein Volk aus Babel errettet hast; nein: Gott, der du uns durch deinen Sohn von Sünde und Tod erlöset, der du ein Reich aufgerichtet hast, das bleiben soll und sprichst zu Jerusalem: sei bewohnt und zu den Städten Juda: seid gebauet. — Und haben wir nicht auch einen mächtigen irdischen