Mannheim
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  1. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 11

    107 Und doch ist die Brittische Gesellschaft nicht die einzige, sondern nur die größte unter allen; die Nord-Amerikanische steht nicht weit hinter der Brittischen zurück, und mehrere Deutsche sind gleichfalls von nicht geringer Bedeutung. D…

  2. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 12

    108 gassischen Christen, seit der Einführung des Evangeliums unter ihnen, beruht, und zu diesem Buche wenden sie sich mit ebenso andächtiger und demüthiger Ehrfurcht, als mit herzlichem Vertrauen. Ein Schreiben des Vorstandes der Londoner M…

  3. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 13

    109 5) In Erwägung der Leichtigkeit, mit welcher Sie diese kleinen Bücher in London von der Stereotypplatte drucken können, würde es nicht gut sein, mehr von diesen Büchern zu drucken, jede Ausgabe zu 60,000 anstatt zu 20,000 zu machen, und…

  4. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 14

    110 Ich habe Ihren Brief sorgfältig gelesen und mit der Königin gesprochen. Dieselbe beauftragt mich, an Sie zu schreiben, um der Gesellschaft zu danken, daß sie ihr das gute Buch geschenkt, und besonders dafür, daß sie so viele von jenen E…

  5. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 15

    111 habe aber kein Geld." „Gar keins?" „Nein." „Wie wollen Sie denn ohne Geld fahren?" „Ich habe Geld, aber es taugt nicht." „Zeigen Sie mir doch Ihr Geld." Er führte mich zur Seite und zeigte mir mit zitternder Hand einen Zehn-Rubelschein.…

  6. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 16

    112 sondere konnte meine That nicht genug bewundern (hinzugefügt sei, daß der Erzähler selbst blutarm ist); denn wie kam ein Goi, der doch nichts von Gott weiß, dazu, einem Juden Barmherzigkeit zu erweisen? Mit diesem Räthsel beschäftigte e…

  7. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 17

    113 Neue Bund, von dem Jeremias spricht, wird erst mit dem Kommen des Meschiach kommen." Nun setzte er mir die Bedeutung des Messtaö und was er für Israel thun werde, auseinander: Er wird die Juden nach dem gelobten Lande führen; alle Feind…

  8. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 18

    114 haben und nun aus Rache von mir verrathen zu werden; deshalb reichte er mir jetzt seine Hand und wiederholte seine Frage in gelassenem Tone. Ich antwortete, ihm: „Nun, mein lieber Freund, will ich mit Ihnen freundlich reden. Meine Ansic…

  9. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 19

    115 Brief und das Evangelium Lucae (von Biesenthal) in seinen Händen, und gab ihm, er bat darum, meine Adresse und die eines Missionars aus Breslau. So schieden wir. Der andere junge Mann, dessen ich oben Erwähnung gethan, bat mich bei unse…

  10. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 20

    116 sich einer aus dem Kreise mit ungeduldiger Bewegung zu mir und sagte: „Sagen Sie uns doch deutlich, was Sie damit meinen." Ich wiederholte obige Aeußerung. Der Frager lief fort, die Andern wurden um so neugieriger. Der Zählende frug: „W…

  11. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 21

    117 zog er sein Portefeuille aus der Tasche und auf dasselbe hinweisend sagte er: „Sehen Sie mein Herr, das ist mein Messias; solche Meffiase müßten Sie zu uns bringen, damit würden Sie bessere Geschäfte machen." Ich entgegnete: „Ich gesteh…

  12. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 22

    118 göttlich, wie es seine Apostel und dann die ganze Kirche aufgefaßt haben. Jesus wollte kein Gott sein und war kein Gottes Sohn; wenn die Apostel und Evangelisten sich eines solchen Ausdruckes bedienen, so legen sie ihm denselben in den …

  13. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 23

    119 wunderlicher, als ich sie jemals gehört habe. Z. B Wenn der Messias kommen wird, so wird er sich. hinstellen auf den Berg Sinai, (weil er für den höchsten der Erde gehalten wird) und wird diese Worte sprechen: „Gelobt seist du Gott, der…

  14. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 24

    120 dar. Das, sagte er, habe er sich gedacht, ob ich aber auf dem rechten Wege sei, bezweifle er; denn Jesus selbst wollte das nicht sein, wozu ihn die Christen machten. Das Christenthum sei überhaupt ganz entstellt, und er könne es nur, um…

  15. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 25

    121 denen er nicht zugegen sein konnte. „Sie glauben also das nicht, was dort gesagt ist und haben doch so eben behauptet, daß Sie Alles glauben, was im A. T. vorkommt!" sagte ich etwas ärgerlich, und veranlaßte ihn dadurch, meine Anstchten…

  16. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 26

    122 wie seine Vorfahren. Wir sind alle des Glaubens müde. Ich selbst bin kein Orthodoxer, viel weniger ein Reformer." Daran knüpfte er seine Bemerkungen über das Christenthum; er war demselben nicht abhold, bewies auch einige neu-test. Kenn…

  17. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 27

    123 wunderten sich über meine genauen Kenntnisse der jüdischen Sitten und Gebräuche, über welche sie mich am Liebsten eraminirten. Einen, dem dies Examiniren viel Spaß machte, trieb ich mit der Frage, was das Sühnopfer am Versöhntage, über …

  18. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 28

    134 gekommen ist. Hier steht: die Ruthe wird von Juda nicht abgethan werden, noch ein Gesetzgeber zwischen seinen Füßen, bis der. Schiloh kommen wird. Die Ruthe d. i. das Scepter und der Gesetzgeber find aber längst abgethan, der Messias al…

  19. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 29

    125 behauptete die Vollständigkeit, ich die Unvollständigkeit, die Anderen lachten über meine Unwissenheit. Endlich ftug ich den jungen Mann,, ob er die Bibel verstehe. Er entgegnete: „Ja, ich habe dieses Buch schon fünfzehnmal in meinem Le…

  20. 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 30

    126 von mir einige Broschüren. Wir tauschten unsere Adressen aus; mich selbst bat er zuerst einen Brief von ihm zu erwarten." So viel aus den Mittheilungen jenes theuren jungen Mannes, den die Liebe Christo treibt und dringt, während sein l…