Mannheim
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  1. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 1

    I. An die geneigten Leser des israelitischen Volkslehrers! Eine neue Zeitschrift ist wie ein neugeborenes Kind. Wenn sie das Licht der Welt erblickt und ein Buchhändler Pathenstelle bei ihr vertreten hat, so ist es eine Hauptsache, die Neug…

  2. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 2

    …t uns! — '^I 1Z? Sprich zu den Kindern Israels, daß sie vorwärts ziehen! Geschrieben Frankfurt a. M. am 1. Januar 1852. Leopold Stein, Rabbiner. Anmerkung: Die Monatsschrift "der israelitische Volkslehrer» wird auch im Jahre 1852 in der bisherigen Form …

  3. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 3

    2. Predigt. Die Religion im Bunde mit der Vernunft. (Gehalten in der Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M., Sabbath, den 1. Har 5611 — 3. Mai 1851.) Tert: Psalm 84,12. A. Z.! Hat die Religion bisher die Menschheit glücklich er oder unglücklicher…

  4. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 4

    4 Die Religion so haben sie Unrecht! denn gerade aus dem Mißbrauch, welchen die vorbetende Heuchelei und die nachbetende Dummheit mit der Religion getrieben haben, entstand und entsteht noch all Unheil, was die Gegner mit Recht als Vorwurf …

  5. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 5

    im Bunde mit der Vernunft. 5 lassest! denn der Gottesfürchtige kommt wohlbehalten durch sie alle!" (Pred. 7, 18.) — Religion im Bunde mit der Vernunft, sie schafft wahres Heil, sie begründet wahres Menschenglück, sie fördert unsere zeitlich…

  6. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 6

    6 Die Religion hast, wie zündet in deinem Herzen gleich Feuer vom Himmel der Gedanke: das hat Gott gethan! wie durchglüht's dein Gemüth mit beglückender Dankbarkeit, „daßHerzund Fleisch lobsingen dem lebendigen Gott!" — Und wie mancher Mens…

  7. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 7

    im Bunde mit der Vernunft. 7 läßt über Gute und Böse! — So setzt der Mensch oft einen Preis auf die Heuchelei, die sich für Frömmigkeit ausgibt, und brandmarkt den redlichen Mann mit dem Namen eines Frevlers (?08ek6A), sobald er nicht durch…

  8. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 8

    8 Die Religion desmenschen, ohneReligion, erziehet — ungerüstet und wehrlos gebt ihr sie dem Unglauben und der Sittenlosenkeit Preis, die verheerend das Land durchziehen. Und täuschet euch ja nicht, daß ihr, den Unglauben in eueren Häusern …

  9. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 9

    im Bunde mit der'Vernunft. 9 sten Eiferer trugen die Kinder Kälte und Gleichgültigkeit davon, die mit einem Ruck alle Religion vom Rücken schüttelte. Irrende Religiosität führt zur Irreligiosität; Aberglaube führt zum Unglauben. — Darum hei…

  10. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 10

    10 Pie Religion vor dem göttlichen Vorbilde in sich selbst trauernd sein Auge senke! Nein! Auch die äußere Erscheinung des Menschen soll durch die Religion eine freundliche, heitere und erheiternde werden, daß die Sonne, die sein Herz erwär…

  11. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 11

    im Bunde mit der Vernunft. 1t 4. Und erhebt den ganzen Menschen.— „Und Ehre gibt der Ewige"; das ist das Vierte, was der heilige Sänger zur Verherrlichung des religiösen Lebens anführt, das ihn so innig und ganz durchdringt. Diese Ehre aber…

  12. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 12

    12 Die Religion in den Augen Aller verschaffen! — Diese einfache und doch so wichtige Wahrheit muß zum Bewußtsein Aller mehr und mehr gebracht werden; daß die Menschen nicht mehr Versteckens spielen mit ihrer Pflicht; daß nicht mehr Diese s…

  13. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 13

    im Bunde mit der Vernunft. 13 beehrt werden soll, so prüfet zuerst, erprobet ihn auf vier Seiten, ob keine Scharte an ihm sei, bevor ihr ihn einen Frommen nennet. Fraget: ist sein Herz durchglüht von reiner Begeisterung für alles Gute, von …

  14. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 14

    14 Die Religion bedürfen, worauf unsere Religion sicher ruht; wir wissen, daß wir den durch Jahrtausende geheiligten Boden der geschichtlichen Offenbarungsreligion nicht verlassen dürfen, um ein neues, unhaltbares Gebäude in die Luft zu bau…

  15. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 15

    im Bunde mit der Vernunft. 15 zu einem „Garten der Wonne" umgestaltet haben, .worin Gott wieder unter den Menschen wandelt! Diesen beseligenden Zustand wird einst die Religion auf Erden bewirken, wenn sie, von trübenden Nebeln befreit, von …

  16. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 16

    16 Bericht über die Rabbiner-Witttven- und Waisenkasse eifrig sich gngelegen sein lassen. Am 27. Januar 1848 erließen sie ein Rundschreiben an ihre deutschen College«, um deren Interesse für eine „Angelegenheit, die, frei von allen Separat-…

  17. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 17

    in Deutschland. wenigstens 25 Mitgliedern sich zu definitivem Beitritt angemeldet hatte, eine weitere Versammlung hierher berufen, welcher, unter Vorlegung und Begutachtung der eingegangenen Amendements, die Statuten zu endlicher Feststellu…

  18. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 18

    …emberg; 2. Distriktsrabbiner vr. L. Adler zu Kissingen, designirter Rabbiner zu Mainz; 3. Kreisrabbiner vr. S. Adler zu Alzey; 4. Rabbiner vr. Aub zu Bayreuth; 5. Prediger Edler zu Preußisch-Minden; 6. Bezirksrabbiner Friedberg zu Mosbach; 7. La…

  19. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 19

    in Deutschland. treten, das zum Heile Aller begründet ist! .Möchten sie zur Verbreitung und erfolgreichen Wirksamkeit der Ansprache, welche von der Direktion erlassen und in die Gemeinden gesendet werden wird, das Ihrige mit Feuereifer beit…

  20. 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 20

    20 Bücherschau. 5 eine vollendete Gestalt ganz und mit Einem Male aus dem Haupte ihres obersten Gottes entspringen lassen. So sind die Schöpfungen des eingeborenen Genius! Heine, von dem wir nie vernommen, daß er im Talmud besonders gewandt…