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Der israelitische Volkslehrer · 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 9

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 1 (Januar 1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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im Bunde mit der'Vernunft. 9 sten Eiferer trugen die Kinder Kälte und Gleichgültigkeit davon, die mit einem Ruck alle Religion vom Rücken schüttelte. Irrende Religiosität führt zur Irreligiosität; Aberglaube führt zum Unglauben. — Darum heil euch, wenn ihr euere Kinder in vernünftiger Religiosität erziehet! wenn ihr selbst durch Forschen und Nachdenken den Schatz der Religion euch zum bleibenden Eigenthum machet, indem ihr in der religiösen Crkenntniß täglich vorwärts schreitet, wie es heißt: 12^ „ siewallen von Kraft zu Kraft, bis sie vor Gott erscheinen in Zion!" — Religion im Bunde mit der Vernunft schafft Heil und Kraft, denn sie waffnet unseren Geist. V'N'^P W WY!? '2 „Denn Sonne und Schild ist der Ewige, Gott"! wir lernen in diesem ersten Theile unseres Textes, was ein vernünftiger Gottesglaube ist, was er in seinem Wesen dem Menschen innerlich leistet, erwärmend sein Herz, waffnend seinen Geist. Fortschreitend aber in der Erklärung unseres Textes werden wir auch die äußeren Erkennungszeichen der wahren, klaren und vernünftigen Gottesreligion kennen lernen, wie sie vom Angesichte leuchtet, wie sie in der ganzen Erscheinung des Menschen sich kundgibt. Darum lautet unseres Tertverses zweiter -Theil: M „Anmuth und Ehre gibt der Ewige!" — So sei uns denn zu wiederholten Malen gegrüßt die Religion im Bunde mit der Vernunft, denn 3. Sie erheitert unser Antlitz. — Das Dritte, was der heilige Sänger zum Ruhme unserer Religion' anführt, heißt: D d er Ewige schenkt Anmuth. Es ist das eine gar köstliche Perle, welche hier in die Krone der wahren Religion gefügt wird, die Anmuth! „Sie gibt deinem Haupte einen anmuthigen Kranz, eine herrliche Krone umschlingt dich;" es ist dies die Strahlenkrone eines von Gott erleuchteten, frohen Bewußtseins. Denn die Religion soll den Menschen nicht verdüstern, von den Menschen entfernen, abschließen, soll ihn nicht zum Finsterling und Peiniger seiner selbst machen, soll ihn nicht erbsündlich dem Bösen verschreiben, daß er an der eigenen Kraft verzweifele und

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