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Der israelitische Volkslehrer · 1852-01-01 · Heft 1 (Januar 1852) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 1 (Januar 1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
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2. Predigt. Die Religion im Bunde mit der Vernunft. (Gehalten in der Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M., Sabbath, den 1. Har 5611 — 3. Mai 1851.) Tert: Psalm 84,12. A. Z.! Hat die Religion bisher die Menschheit glücklich er oder unglücklicher gemacht? — Das ist eine Frage, die namentlich in unserer prüfenden Zeit vielfach Zungen und Federn in Bewegung setzt. Die Freunde der Religion sagen: „es gilt eine Probe! zählet sie doch die Herzen alle, welche der heilige Gottesfunke beglückend erhoben, begeistert entflammt! zählet sie, die der Aufblick zur Höhe gestärkt, der Glaube beseligt, die Religion getröstet hat — und wenn ihr sie zählen könnet, dann möget ihr an dem unermeßlichen Heile zweifeln, welches die Religion der Menschheit geschenkt hat." Dagegen rufen die Feinde der Religion: „es gilt eine andere Probe! zählet sie die unglücklichen Opfer, welche der blinde Religionseifer, wie ein nimmersatter Moloch, mit glühender Lust fordert! zählet sie, die er verfolgt, gemartert, um das Leben, oder, was weit trauriger ist, um den Lebensfrieden gebracht hat — und wenn ihr sie zählen könnet, dann zweifelt an dem vielen Unheile, welches die Religion bereits über die Welt verhängt hat!" Was läßt sich dazu sagen? — Beide haben Unrecht, beide haben Recht, je nachdem sie ihren Standpunkt einnehmen. Wollen die Vertheidiger der Religion mit ihrer Behauptung jeden Mißbrauch heiligen, jeden Auswuchs beschönigen, 1*

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