Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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I. An die geneigten Leser des israelitischen Volkslehrers! Eine neue Zeitschrift ist wie ein neugeborenes Kind. Wenn sie das Licht der Welt erblickt und ein Buchhändler Pathenstelle bei ihr vertreten hat, so ist es eine Hauptsache, die Neugeborene glücklich durch's erste Jahr zu bringen. Denn im ersten Jahre sterben die meisten Kinder und die meisten Zeitungen, jene weil die Milchzähne, diese, weil die Weisheitszähne nicht gehörig zum Durchbruch kommen. Ist aber das erste Jahr glücklich überstanden, steht das Kind einmal auf eignen Füßen, dann blicken die Eltern schon frischer darein und denken, hat's einmal allein laufen gelernt, so wird es auch weiter seinen Weg finden durch die Welt. — Dieses erste Jahr hat auch uns're Zeitschrift glücklich zurückgelegt, und auch wir blicken an ihrem zweiten Geburtstage dem glücklichen Fortbestande derselben mit froher Zuversicht entgegen. Es wird aber unser Sinn fortwährend dahin gerichtet bleiben, die Theilnahme, welche sich für unser gemeinnütziges Unternehmen in allen Gegenden Deutschlands und drüber hinaus kund gegeben, und wodurch allein der Bestand gesichert werden konnte, mehr und mehr zu rechtfertigen. Schon stehen wir bei der Ausführung nicht mehr allein; wackere Gesinnungsgenossen unter den deutschen Rabbinern haben sich uns bereits angeschlossen; neue Mitarbeiter für das nächste Jahr stehen in Aussicht. Auch aus dem achtbaren israelitischen Lehrerstande werden die Theilnehmer sich mehren, um in diesem für die Regenerirung der Synagoge und Schule eröffneten Sprechsaale ihre Stimme vernehmen zu lassen. Der Herausgeber, welcher lediglich die Förderung der guten Sache, keinen sonstigen Vortheil im Auge hat, ist gerne bereit, für Aufsätze und Abhandlungen, welche in das Gebiet der Zeitschrift einschlagen und volkstümlich gehalten sind, Honorar zu zahlen, soweit solches der Stand des Unternehmens zugiebt. Wir hoffen deßhalb, bei dem uneigennützigen Eifer für die Sache, der uns selbst beseelt, auch von unseren gelehrten und gesinnungsverwandten Kollegen eifrig und nachdrücklich unterstützt zu werden, sowohl durch Verbreitung der Zeitschrift in ihren resp. Rabbinaten, als durch Lieferung schriststelli. 1