Mannheim
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  1. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 141 · [Nachricht]

    14t Jahr x?89 geboren, widmete sich anfangs dem Studium der jüdischen Theologie, und besuchte alsdann dasLyceum seiner Vaterstadt, wo er, auf Anrathen des ausgezeichneten Mathematikers, des Professors Turguem, mit beson» derm Fleiße auf die…

  2. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 142 · Deßau

    14* in der Israelitischen Hauptschule (Franzschule) zu ertheilen, an welcher er seit 1799 als Lehrer*) angestellt war. Seit 26 Jahren erbauete er die hiesige Gemeinde durch seine inhaltreichen Predigten und wirkte überhaupt, so viel in sein…

  3. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 143 · Deßau

    ■*43. eine Trauerrede. Alle Waarengewölbe der Israeliten allhier, waren wahrend der Beerdigungszeit geschlossen und überall herrschte tiefe Trauer wegen des erlittenen Werlustes. (Ehestens ausführlicher hierüber.) 2) Am 4ten December 1825 w…

  4. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 144 · Deßau

    Herzogli chen hohen Landesregierung an die Ist. Franzschule bereits überwiesen worden sind: so wird jetzt an der Vewollkommnung dieses Instituts thatigst gearbeitet, zu welchem Ende auch noch ein neuer Lehrer, rin, besonders im Fache der Is…

  5. 1825-01-01 · Heft 1 · p. [Seite] · Parabeln

    S « l a nt i t h, eine Zeitschrift zur Beförderung der Kultur und Humanität unter den Israeliten. VlI. Jahrganges l- Bandes Z. Heft. I. P a r a b e l n. 1. Der Fürst ensohn und die Taube. Eine Fürstin reiste einstens mit ihrem Sohne auf's L…

  6. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 146 · Parabeln

    !46 Weil es von dem dummen. Bauern dort die Erbsen genommen, und ihn dann auch geschnäbelt hat. Und deswegen stößt du daS liebe,unschuldige Taub-! chen von dir? 'v mein Kind, du hast sehr gefehlt, küssen solltest du «,es vielmehr, daß es di…

  7. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 147 · Parabeln

    14f Als ihn nun einstens ein großer Staatsmann fragte, aus welchem Buche er die Kunst zu regieren gelernt habe, und welcher Regent ihm zum Muster gedient, sagte er: durch den Mund meiner Mutter hat mich ein frommes unschuldiges Täubchen bel…

  8. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 148 · Parabeln

    148 heiligen Schauer vermochte der kühne Feind die Ruinen des Tempels zu betreten, auf denen Jeremias seine Klagelieder sang. Wie ein gejagtes Wild zog der freche Sieger von der heiligen Statte, und fürchtete die Nähe des allwaltenden Gotte…

  9. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 149 · Parabeln

    Unschuld, die Hoffnung, des Menschengeschlechts, und Gott wohnt unter ihnen. Z. D a s T r a n k o p f e r. Aaron, der hohe Priester Israels, sah einstens einen Mann mit zweien Kannen Weines in die Stiftshütte eilen, Wo willst du hin, Freund…

  10. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 150 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    ■ 11 . * Uebcr die Bestimmung der öffentlichen Schule. Äie öffentliche Schule, ihre Bestimmung und ihre innere Einrichtung, was sie leisten und welche Mittel sie dazu anwenden, was sie aus dem Zöglinge bilden und auf welchem Wege sie ihr Zi…

  11. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 151 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    I5I Denkkraft erlangt nnd nach der Richtung, die feine Zntelligenz überhaupt genommen, als nach dem Grade seiner Brauchbarkeit zu einem gewissen Geschäfte, (wie etwa zum Comptoir) bei welcher Rücksicht denn die Kenntnisse nach einem ganz an…

  12. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 152 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    ’״״־״׳' י *5* läßt, womit dann über alle eigentliche Wissenschaften, (mit Ausnahme der Arithmetik,) und über alle Künste das Berbannungsurtheil ausgesprochen wäre. Bei dem Unterrichte in der kleinern Zahl der nothwendigen Gegenstände würde …

  13. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 153 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    Brauchbarkeit, die bei allem, was in ihren Gesichtskreis kommt, sogleich mit der scharfsinnigen Frage: ״wozu dient das?", bei der Hand sind - die in der ganzen Natur nur eine .große M e i er e i : für: des Menschen: Nutznießung sehen, , und…

  14. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 154 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    *54 hier in's Auge fassen, derjenen Eltern beständig vorschwebt und ihnen zur-Norm -des Beurtheilcns und Vcrsahrens dient: die Beförderung des zeitlichen Glückes, die Gründung eines Erwerbzweiges und Standes in der bürgerlichen Gesellschaft…

  15. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 155 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    55ג Kheilnahme an den Geschäften der Erwachsenen sein, und was ihr auch thun möget, um ihn noch in dem Zustände der Unterwürfigkeit und Abhängigkeit zu erhalten, er sicht sich in eine Linie mit euch gestellt, sieht sich euch als Mitarbeiter…

  16. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 156 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    156 die jugendlich - regsame Einbildungskraft sich'mit den lieblichsten Bildern bereichert, die Eindrücke einer, in Zaubergestalten sich offenbarenden Welt in sich aufnimmt und deren Rückerinnerung ein stärkender Lebensbalsam bis in das spä…

  17. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 157 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    157 «ine große Bezahmungsanstalt wilder iNaturkräste, und eine Schutz - und Sicherheitsanstalt des Eigenthums und Erwerbs. Sie mußte weichen, als mit der Fortschreitung und Verbreitung der Wissenschaften die Begriffe von der Würde des Mensc…

  18. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 158 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    !58! Pflichten aus innerer Ueberzeugung, nicht aus dunkeln Gefühlen und blindem Glauben, wodurch er so oft zum Werkzeuge selbstsüchtiger Zwecke mißbraucht wurde — organisirtcn Wesen. Zu dieser höhern Ansicht vom menschlichen Dasein hatten s…

  19. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 159 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    Wickelung aller Anlagen, deren Ausbildung erst den Menschen zum Menschen, zu einem geistigen Vernunftwescn, zu einem nicht bloß dem Grade, sondern dem Wesen nach vom Thiere verschiedenen Geschöpfe macht, mußte die Aufgabe der Schule werden.…

  20. 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 160 · Über die Bestimmung der öffentlichen Schule

    160 enthüllen, die tobte Natur beleben und dem Menschen überall reichhaltigen Stoff, zum Denkeü und Empfinden liefern; philosophische Kenntnisse im weitern Sinne des Wortes, Worunter wir hier die> alle Geistesvermögen in lebendige Regsamkei…