Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Parabeln
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Unschuld, die Hoffnung, des Menschengeschlechts, und Gott wohnt unter ihnen. Z. D a s T r a n k o p f e r. Aaron, der hohe Priester Israels, sah einstens einen Mann mit zweien Kannen Weines in die Stiftshütte eilen, Wo willst du hin, Freund? fragte er den Eilenden. Zum Altar des Herrn, erwiederte jener, ich will diesen Wein hier Gott zum Trankopfer darbringen. Geh'dort in jene Hütte, versetzte der Hohepriester, gicb deinen Wein dem armen, kranken Aminadab, und du hast dem Herrn das beste Erankopfer dargebracht. Herr, sprach der Lpferbringer, du hast uns ja selbst gelehrt, nur in der Stiftshütte, dort im Tempel des Ewigen zu opfern. So gebe ich dir denn jetzt die andere Lehre, daß der schönste Tempel des Herrn die Wohnung des Armen und Kranken ist, in welcher wir Noth und Schmerzen lindern. Dieß sagend, ging er mit dem Manne hin in die Wohnung Aminadab's, und sie labten dort den armen, alten, kranken Mann. Sie brachten daselbst ein Krankopfer, das dem Herrn angenehm war. Dr. Günsburg.