Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Parabeln
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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14f Als ihn nun einstens ein großer Staatsmann fragte, aus welchem Buche er die Kunst zu regieren gelernt habe, und welcher Regent ihm zum Muster gedient, sagte er: durch den Mund meiner Mutter hat mich ein frommes unschuldiges Täubchen belehrt, und er erzählte dem erstaunten Staatsmanne jene Begebenheit aus seinem Knabenalter. 2. Gott, ein Freund der Kinder. Viele Propheten hatte der Herr ausgesandt, um Israel zurückzubringen vom, Wege der Verkehrtheit und des Verderbens. Er sandte zuletzt den trefflichen Irremias, der muthig das Wort Gottes predigte, und alles aufbot, um die Abtrünnigen zurückzuführen zu ihrem Gotte; aber vergebens. Zu sehr waren sie vom Wege der Tugend abgewichen, sie vernahmen die warnende Stimme nur, um ihrer zu spotten, und immer tiefer wurzelte das Verderben unter ihnen. Da wütheten alle Laster innerhalb der Mauer Jerufalem's, und entnervten das einst so starke, mächtige Israel, und Zwietracht lähmte zuletzt gänzlich das entartete-Volk. Und das Römerheer zog wider Israel, das in der Ohnmacht noch trotzig war, und den,Tribut der Weltbeherrscherin nicht zahlen wollte, und nach,einer harten Belagerung zog der Feind zerstörend ein in die Mauern der gottgeweihten Stadt. Da wurde das Heiligthum des Herrn zerstört; aber noch waltete der Geist Gottes daselbst, und nicht ohne