Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Bestimmung der öffentlichen Schule
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Wickelung aller Anlagen, deren Ausbildung erst den Menschen zum Menschen, zu einem geistigen Vernunftwescn, zu einem nicht bloß dem Grade, sondern dem Wesen nach vom Thiere verschiedenen Geschöpfe macht, mußte die Aufgabe der Schule werden. Um diese Ausgabe zu lösen, muß sie den Gesichtskreis des Zöglings erweitern über die enge Sphäre des Bedürfnisses, des besondern Berufes und der nächsten Umgebung, und ihn ausdehnen über die gesammte Natur und Menschheit, und jenseits derselben bis in das Gebiet des Glaubens und der Ahnung, die den Menschen mit der Geister- Welt verbinden. Diese Erweiterung des Gesichtskreises aber, diese Er- Hebung des Menschen zu seiner eigenthümlichen Stufe in der Sphäre der Wesen, wodurch wird sie׳ erreicht werden? Etwa durch die Fertigkeiten, die das Geschäftsleben ' fordert? Das glauben wir nicht. Man kann ein sehr guter Buchhalter, ein gewandter Nechnungsführer, ein geschmackvoller Calligraph, ein geübter Correspondent und dennnoch ein sehr alltäglicher Mensch und ein sehr un--> bedeutendes Mitglied der' bürgerlichen Gesellschaft fein. Strenge Wissenschaften, wie Mathematik und allgemeine Sprache, die den Verstand schärfen und ihn an ein geordnetes, logisches Denken gewöhnen; historische Kenntnisse, wie Natur- und Erdbeschreibung und Geschichte, die, den Verstand mit einer Masse von Begriffen bereichern, ihm die ewigen Naturgesetze in dem Wechsel der Erscheinungen und in den wandelbaren Werken der Menschen zeigen, diese nach einem richtigen Maaßstabe brurthcilrn und schätzen lehren, Krug und Aberglaube^