Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Bestimmung der öffentlichen Schule
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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160 enthüllen, die tobte Natur beleben und dem Menschen überall reichhaltigen Stoff, zum Denkeü und Empfinden liefern; philosophische Kenntnisse im weitern Sinne des Wortes, Worunter wir hier die> alle Geistesvermögen in lebendige Regsamkeit setzende Lectüre der vorzüglichsten Werke unserer großen Dichter und Weisen, nnd die Religion und Sittenlehre verstehen, die Sinn > und Geist auf die höchsten Angelegenheiten des Menschen lenken und seinen Handlungen die obersten Gesetze vorschreiben; in. Verbindung, mit diesen Gegenständen die Bildung des Schönheitsgefühls, sowohl des geistigen durch Poesie und Beredsamkeit, als des sinnlichen durch Uebungen im Nachahmcn und Hervorbringen schöner Formen und Anleitung zum Gesänge — dieses möchten, im flüchtigen Umrisse, die Mittel sein, den Menschen auf den, seiner höheren Natur angemessenen Standpunkt zu erheben. Ist aber solches der Schule Zweck und Ziel, so muß auch die Lehrweise aller Gegenstände demselben «ntspre, chend und angemessen sein. Nicht diejenige Methode wird.daher die vorzüglichste sein, die den Schüler am schnellsten fördert, und ihm in. dem kürzesten Zeiträume recht viel Kenntnisse beibringt; — man kann ja viel wissen und rin Alltagsmensch sein — sondern jene bildende. Methode, die bei jedem Unterrichte den Geist in Anspruch zu nehmen und zum Selbstdenken und Weiterforschen anzuregen weiß. Eben so wenig wird sie jenen Pädagogen folgen, die immer darauf bedacht find, dem Lehrling alles recht leicht zu machen und ihn . jeder Anstrengung zu überhebrn suchen, eine Methode, bei