Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Bestimmung der öffentlichen Schule
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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55ג Kheilnahme an den Geschäften der Erwachsenen sein, und was ihr auch thun möget, um ihn noch in dem Zustände der Unterwürfigkeit und Abhängigkeit zu erhalten, er sicht sich in eine Linie mit euch gestellt, sieht sich euch als Mitarbeiter bei euern wichtigsten Verrichtungen zugesellet, und glaubt sich eurer Autorität und Leitung entwachsen. Wer wüßte nicht aus dem Umkreise seiner Erfahrung Belege zur Bestätigung dieser Behauptung anzuführen? Wie mancher Vater beseufzt mit stillem Vorwürfe seinen Sohn zu früh in die Strudel des bewegten Lebens gestoßen zu haben, ehe die Vernunft noch Kraft und Uebung zur Führung des Steuerruders erlangt hatte. Wenn aber diese Besorgnisse auch nur Ausgeburten einer allzugroßen Zaghaftigkeit und Aengstlichkeit, oder Ueberspannungen einer unpraktischen und beschrankten Lebensansicht waren; wenn es auch in unserer Willkühr stünde, die Reife der Seelenkrafte dem Körper vorauseilen zu lassen, den Knaben. geistig zum Jünglinge, diesen zum Manne zu steigern: so möchte ich noch immer an euch, ihr Eltern, die ihr nur das Glück eurer Kinder im Auge habt, die Frage richten: warum wollt ihr einer ungewissen, der dunkeln Zukunft hingegebenen Aussicht die gewisse Gegenwart.zum Opfer bringen, und euern Söhnen die schönste, nie wiederkehrende Lebens- Periode verkürzen? Warum wollt ihr ihnen diese Jahre einer glücklichen Unbekanntschaft? mit allen jenen, das Paradies des Lebens verschließenden bösen Geistern, jenen feindseligen, selbstsüchtigen Leidenschaften und verblendenden Eitelkeiten, zum Theile rauben, diese Jahre, in denen