Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Bestimmung der öffentlichen Schule
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 2)
- Language
- German
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I5I Denkkraft erlangt nnd nach der Richtung, die feine Zntelligenz überhaupt genommen, als nach dem Grade seiner Brauchbarkeit zu einem gewissen Geschäfte, (wie etwa zum Comptoir) bei welcher Rücksicht denn die Kenntnisse nach einem ganz andern Maaßstabe, als nach dem Grade ihres Einflusses auf die eigentliche Bildung, geordnet werden, nnd einer geringfügigen Fertigkeit, wie dem Schönschreiben, vielleicht ein höherer Rang, als einer Wissen« schüft, eingeräumt wird. Derselbe Maaßstab müsse bei Weurtheilung der Schulen überhaupt angelegt, und diejenige Schule als die vorzüglichste gepriesen werden, die darauf hinzielt, dem Zögling solcherlei Fertigkeiten in der kürzesten Zeit beizubringen. Wäre diese Betrachtungsart die richtige, wäre durch schnelle Beförderung der Brauchbarkeit zu einem bestimmten Zwecke dem Einzelnen und der Gesammtheit wirklich in dem Grade gedient, als jene Eudamonisten und Realisien — die der römische Dichter so treffend schildert*) -7 glauben:-dann würden allerdings die vorzüglichsten neuern Bürgerschulen umgesormt und nach einem ganz andern -Plane organisirt werden müssen. Eine solche Umformung wäre in der That mit sehr wenig Schwierigkeiten ins׳ Werk zu setzen. Man würde damit beginnen müssen, den Lehrstoff einer Epuratisn zu unterwerfen, und alle jene Gegenstände davon auszuscheidcn, von denen sich in dem muthmaßlichen Wirkungskreise der Schüler — derselbe sei nun das Comptoir oder die Wsrkstatte eines Handwerkers keine unmittelbare Anwendung machen *)Eorstü exist. Ich. Iss 3, Z25. u. fg.