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Sulamith · 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
7 (1825-1833)
Issue
Heft 1
Article
Parabeln
Date
1825-01-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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!46 Weil es von dem dummen. Bauern dort die Erbsen genommen, und ihn dann auch geschnäbelt hat. Und deswegen stößt du daS liebe,unschuldige Taub-! chen von dir? 'v mein Kind, du hast sehr gefehlt, küssen solltest du «,es vielmehr, daß es dir in seiner Unschuld eine Lehre gegeben, die du nicht genug beherzigen kannst, wenn du anders dein Volk dereinst glücklich machen sollst. Und diese Lehre, meine theure Mutter ist? fragte der Prinz. Es ist die Lehre, daß Niemand im Staate so gei ring ist, der dir nicht einen Dienst erweisen kann, und ihn auch wirklich erweist, wenn er treu seinem Berufe und Wirkungskreise lebt, und daß du jedem, der so lebt, und. dir so . dient, Liebe und Dankbarkeit schuldig bist; das Volk muß dem Fürsten leben, der Fürst dem Volke; ein Staat ist eine große Familie, der Fürst der Vater,, die Unterthanen die Kinder; welche Familie, mein theures Kind, ist die glücklichste? Die, antwortete der gerührte Prinz, wo der Vater die Kinder alle gleich liebt, und die Kinder wiederum den Vater mit gleicher Liebe im Herzen tragen. Und nicht fruchtlos blieb das Saamcnkörnlein, das die Hand der liebenden Mutter auf das gute, leicht empfängliche Herz des Prinzen ausgestreut. Er wuchs heran, fromm und mild, aber auch stark im Geiste, erfahren in Kunst und Wissenschaft, und voll Liebe zu sei-, nen Unterthanen, denen er nach erlangter Volljährigkeit viele Jahre ein weiser Regent, ein zärtlicher Vater war. l

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